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Keine "angemessene Entschädigung"

Opfer-Familien des Olympia-Massakers kommen nicht zu Gedenkfeier

Die Familien der Opfer des Münchner Olympia-Massakers von 1972 wollen die offizielle Gedenkfeier zum 50. Jahrestag des Terroranschlags boykottieren. Das geht aus einem Brief hervor, den die Witwen der ermordeten israelischen Athleten an Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geschickt haben. 

In dem "Bild" vorliegenden Brief schreiben Ankie Spitzer und Ilana Romano in Vertretung aller Opferfamilien, dass sie die Einladung zur Gedenkfeier am 5. September in München ablehnen. Begründung: "50 Jahre Schmähung, Lügen, Erniedrigung und Abweisung durch die deutsche Regierung und insbesondere bayerische Behörden sind mehr als genug für uns." 

Die Opfer-Familien werfen Deutschland vor, sie nicht angemessen entschädigt zu haben. Ein neues Angebot des Bundes, des Freistaats Bayern und der Stadt München betrachten sie als Beleidigung.

KNA

12.08.2022 - Deutschland , Israel , Terror