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Abschied von einem Weltmeister

Tausende bei Trauerfeier für Niki Lauda im Wiener Stephansdom

Tausende Menschen haben am Mittwoch im Wiener Stephansdom Abschied vom früheren Formel-1-Weltmeister Niki Lauda genommen. „Sterben ist für Christen nicht nur Verlust, sondern auch wie Heimkommen, Coming home“, sagte Dompfarrer Toni Faber zur Eröffnung des Requiems.

Bereits am Morgen waren Tausende am geschlossenen Sarg vorbeigezogen, um dem am 20. Mai mit 70 Jahren gestorbenen Ausnahmesportler und Unternehmer die letzte Ehre zu erweisen. Witwe Birgit Lauda hatte zuvor den Rennhelm ihres Mannes auf den Sarg gelegt. Zur Erinnerung an Niki Lauda erhielten die Kondolierenden Gedenkbilder mit dem Spruch „Fang nie an aufzuhören, hör nie auf anzufangen“.

Unter den rund 500 geladenen Gästen waren Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der vormalige Bundeskanzler Sebastian Kurz, Kronprinz Salman bin Hamad Al Khalifa von Bahrain sowie der in den USA lebende steirische Schauspieler Arnold Schwarzenegger. Der frühere Formel-1-Weltmeister Alain Prost trug die Lesung vor, einen Text aus dem Buch Jesaja aus dem Alten Testament.

Weiter waren aus der Formel 1 unter anderen die Weltmeister Lewis Hamilton, Jacky Stewart und Nico Rosberg, die früheren Rennfahrer Gerhard Berger und Alexander Wurz sowie Welt-Automobilverband-Präsident Jean Todt, der frühere Ferrari-Chef Luca di Montezemolo und Ex-Formel-1-Manager Flavio Briatore gekommen. Ebenso nahmen Skisportler wie Hermann Maier, Karl Schranz, Franz Klammer, Harti Weirather oder Aksel Lund Svindal an der Messe teil.

Dompfarrer Faber richtete zu Beginn des Gottesdienstes an die Familie Laudas und die Trauergäste Segens- und Beileidswünsche von Kardinal Christoph Schönborn aus. Der Wiener Erzbischof, der sich kürzlich einer Krebsoperation unterzogen hatte, könne aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen, sei „aber im Gebet mit uns verbunden“.

Die Beisetzung des dreifachen Formel-1-Weltmeisters fand nach dem Requiem im engsten Familienkreis statt. Lauda war am vergangenen Montag im Alter von 70 Jahren gestorben. Die Aufbahrung eines ehemaligen Sportlers im Stephansdom war eine Premiere. Dompfarrer Faber verwies dazu im Vorfeld auf das Ersuchen der Familie und die große Anteilnahme der Öffentlichkeit. Zuletzt wurden der Maler Ernst Fuchs, davor unter anderen Kardinal Franz König oder Otto von Habsburg im Stephansdom öffentlich aufgebahrt.

KNA

29.05.2019 - Gesellschaft , Österreich , Sport