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An Christi Himmelfahrt

Kardinal Woelki bei Familientag in Wallfahrtsort Neviges

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki feiert am Donnerstag, dem katholischen Hochfest Christi Himmelfahrt, einen Gottesdienst im nordrhein-westfälischen Wallfahrtsort Neviges. Die Feier ist für 16 Uhr in dem von Architekt Gottfried Böhm (1920-2021) entworfenen Mariendom geplant. Neben Gebetszeiten ist für den Vormittag auch eine Diskussionsrunde zum Thema "Wie kann ich heute von meiner Kirche sprechen?" mit drei katholischen Medienvertretern angekündigt.

In Stuttgart findet zeitgleich von Mittwoch bis Sonntag der vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) organisierte Katholikentag mit rund 1.500 Veranstaltungen statt. Der Kölner Erzbischof wird diesem nicht beiwohnen. ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp sagte dazu im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), dass sie sich über eine Teilnahme gefreut hätte. "Ich will das Fernbleiben aber nicht überbewerten."

Bereits seit dem 17. Jahrhundert pilgern Menschen nach Neviges (Kreis Mettmann) zum "Hardenberger Gnadenbild", das die Jungfrau Maria zeigt. Neben verschiedenen Andachtsstätten etwa auf dem Kreuzberg und dem Marienberg ist der große Mariendom das Zentrum des Wallfahrtsortes. Seit 1675 war ein Franziskanerkloster in Neviges angesiedelt. Aus personellen Gründen gaben es die Ordensleute Ende 2019 auf. Im Herbst 2020 übernahmen Priester der aus Frankreich stammenden Gemeinschaft Sankt Martin die Seelsorge.

Auch im vergangenen August besuchte Woelki den Wallfahrtsort und segnete dort das neue Dach einer Kirche. Einem Medienbericht zufolge weigerten sich mehrere katholische Verbände, bei dem Gottesdienst mit traditionellen Fahnenabordnungen einzuziehen. Zudem zeigte eine kleine Gruppe dem Erzbischof Rote Karten. "Das Dach ist dicht - der Klerus nicht", lautete ein Slogan.

KNA