Katholische Sonntagszeitung https://www.katholische-sonntagszeitung.de Fri, 20 Mar 2026 09:06:09 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9 Inklusives Lydia-Gebet ermutigt die Teilnehmer https://www.katholische-sonntagszeitung.de/inklusives-lydia-gebet-ermutigt-die-teilnehmer-612342/ Sat, 21 Mar 2026 07:00:54 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=612342 AUGSBURG – In regelmäßigen Abständen treffen sich Menschen mit Behinderung und Nichtbehinderte zum 30-minütigen
Lydia-Gebet in der Hauskapelle des Caritas-Seniorenzentrum St. Verena nahe der Ulrichsbasilika in Augsburg.

Rund 15 Menschen aus dem Verenaheim und dem nicht allzu weit entfernten Ulrichsheim nahe des Roten Tors sind zusammengekommen, um gemeinsam zu beten und Worte des Glaubens und der Ermutigung zu hören.

Eine Ikone mit dem Bildnis von Jesus und Nenas steht am Altar. Sie hat für die Teilnehmer einen hohen Wiedererkennungswert. Daneben steht die Lydia-Kerze, die Carolin Aumann von der Behindertenseelsorge zu Beginn der Andacht entzündet. Sie erklärt, warum das gemeinsame Gebet Lydia heißt: Es ist ein zusammengesetztes Wort aus den beiden Wörtern Liturgie und Diakonie. 

Liturgie bedeutet, gemeinsam Gottesdienst zu feiern, Diakonie meint, die Menschen im Blick zu haben, was sie brauchen und was ihnen gut tut. Beides zusammen bedeutet, das Wort Gottes zu hören und etwas für Menschen zu tun, denen es nicht so gut geht.

Lydia ist aber auch der Name der ersten Christin in Europa. Sie war eine Purpurhändlerin und hatte ihr Haus immer geöffnet für Gäste und Begegnungen mit den Menschen.

„Heute denken wir besonders an die Menschen, die sich traurig und ohne Trost fühlen“, erklärt Carolin Aumann. Zu ruhigen Gitarrenklängen singen alle das Lied „Du bist da“. In der Bibellesung aus Lukas 2,22, in einfacher Sprache vorgetragen, heißt es: „Jesus ist ein Licht für alle Menschen! Er geht mit uns, egal ob der Weg steinig ist, ob er weit ist, ob er hell oder dunkel ist, wir wissen, Jesus ist da. Wie Jesus auf der Ikone seinen Arm um Nenas legt und bei ihm ist, legt er seinen Arm auch um Dich!“

Jesus lasse Nenas aber auch Freiheit, weil zwischen ihnen ein bisschen Abstand sei. Immer wieder legt eine Frau in der ersten Reihe der Gemeinde dem neben ihm sitzenden Mann ihren Arm kurz und bestärkend auf seine Schulter. 

In leichter Sprache

Alle singen „Es werde, es werde hell auf der Erde“. Diakon Thomas Schmidt spricht in leichter Sprache das Glaubensbekenntnis, in das alle einstimmen. Zu den Fürbitten stellt jeder eine entzündete Kerze zur Lydia-Kerze. Mancher trägt seine Fürbitte laut vor, der andere schweigt.

Nach dem Vaterunser und dem Segen wechseln die Gebetsteilnehmer an den im hinteren Bereich der Hauskapelle gedeckten Tisch. Dort sitzen sie bei Tee und Gebäck zusammen. Man kennt sich, die Atmosphäre ist herzlich. 

Das Lydia-Gebet ist eine Veranstaltung der Behindertenseelsorge des Bistums Augsburg, zu dem auch Außenstehende willkommen sind. Die nächsten Gebetstreffen sind am 23. März und 13. April jeweils um 19 Uhr. Weitere Termine findet man unter www.wirundichunddu.de.

Annette Zoepf

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Finanzdirektor Kleindienst: Verteilungsschlüssel macht Ressourcen vor Ort sichtbar https://www.katholische-sonntagszeitung.de/finanzdirektor-kleindienst-verteilungsschluessel-macht-ressourcen-vor-ort-sichtbar-612441/ Sat, 21 Mar 2026 07:00:28 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=612441 AUGSBURG – Steter Tropfen höhlt den Stein. Das gilt auch in finanzieller Hinsicht, nicht immer positiv: Seit einer Reihe von Jahren verliert die Diözese Augsburg, wie überhaupt die Kirche in Deutschland, an Mitgliedern. Finanzdirektor Dominikus Kleindienst erläuterte bei der jüngsten Sitzung des Diözesanrats der Katholiken, dass nun mit einem neuen In­strument reagiert werden muss: der Einführung einer Budgetierung. Im Interview unserer Zeitung erklärt er das Vorhaben.

Herr Finanzdirektor, Sie haben dem Diözesanrat feinfühlig, aber auch sehr klar offengelegt, dass die finanzielle Entwicklung Konsequenzen fordert. In welcher Größenordnung bewegen sich die Ausfälle in der Diözese?

Seit mittlerweile Jahrzehnten ist als Entwicklung offensichtlich, dass den Kirchen in Deutschland von Jahr zu Jahr eine große Zahl an Mitgliedern den Rücken zukehrt. Allein im Bistum Augsburg schwankte diese Zahl zuletzt in etwa um 20 000 Kirchenaustritte pro Jahr. Dies ist insbesondere aus pastoraler Sicht alles andere als erfreulich. 

Als Folge hieraus resultiert aber auch, dass in wirtschaftlicher Hinsicht neue Herausforderungen für die Diözese Augsburg erwachsen. So weisen die Kirchensteuererträge inflationsbereinigt längst einen rückgängigen Trend auf. Bei gleichzeitig insbesondere tariflich bedingten Steigerungen auf der Aufwandsseite wird die Planung ausgeglichener Haushalte zu einer immer größeren Herausforderung. Einfache Modellrechnungen unter den Annahmen, dass sich diese Entwicklung so fortsetzt und keine Veränderungen vorgenommen werden, projizieren für die Diözese mittelfristig eine Finanzierungslücke im hohen zweistelligen Millionenbereich.

Für die Kirchenstiftungen soll eine Budgetierung eingeführt werden. Was unterscheidet sie von bisherigen Finanzierungsmodellen und wann soll sie greifen?

In den vergangenen Jahren wurden bereits dem Bischöflichen Ordinariat Einsparungen abverlangt, den Zuschussempfängern Kürzungen zugemutet und der Bauetat reduziert. Im Bereich des ordentlichen Haushalts, der den Kirchenstiftungen jährlich zur Verfügung gestellt wird, wurde bislang jedoch von Kürzungen abgesehen. 

Im Gegenteil: Hier wurden die tariflich bedingten Steigerungen der Personalkosten vollständig mitgegangen. Mithilfe des kurz als „Budgetierung“ bezeichneten Projekts „Budgetorientierte Finanzierung der Kirchenstiftungen“ möchten wir erwirken, dass das Maß an heute bereits vorhandener wirtschaftlicher Eigenverantwortung der Kirchenstiftungen vor Ort noch bewusster gelebt werden kann. Daher wird die Umlage an die Kirchenstiftungen sich nicht mehr als über Jahre fortgeschriebene Summe aus einzeln bezuschussten Sachverhalten mit einer Unzahl an Ausnahmeregelungen darstellen, sondern an einem möglichst objektiven, nachvollziehbaren Verteilungsschlüssel orientieren.

Dieser Schlüssel könnte als Basis die Katholikenzahl beinhalten. Auch weitere Faktoren wären denkbar, was es allerdings in Hinblick auf eine objektive Messbarkeit und Nachvollziehbarkeit sorgfältig abzuwägen gilt. Ein wichtiger Meilenstein wird das Jahr 2028 darstellen, bis zu dem wir die Kirchenstiftungen in die Lage versetzen wollen, auf Basis ihrer dann bekannten Budgets ihre Haushalte zu planen.

Was hat das für Konsequenzen für die Mitarbeiter in den Pfarreien? Werden sie geschult? Wer stellt das Budget auf?

Für die Verantwortlichen in den Kirchenstiftungen bringt die Budgetierung mit sich, dass die Knappheit der zur Verfügung stehenden Ressourcen vor Ort unmittelbar sichtbar wird. Daraus folgt die Notwendigkeit, dass in den Kirchenstiftungen eine solide Haushaltsplanung aufgestellt wird, welche sicherstellt, dass die zur Verfügung stehenden Mittel zielgerichtet und den Gegebenheiten vor Ort anpasst aufgewendet werden. 

Hierbei müssen wir mit der Situation umgehen, dass das Ehrenamt in den Kirchenstiftungen höchst heterogen aufgestellt ist. So wird sich ein Kirchenpfleger, der etwa professionelle Erfahrung in einer Bank gesammelt hat, hiermit vergleichsweise leichttun. Wir bereiten uns aber in jedem Fall darauf vor, in der Breite umfangreiche Schulungen durchzuführen, um die Akteure vor Ort bestmöglich zu unterstützen. Dies verbinden wir auch mit der Absicht, möglichst einfach bedienbare IT-Unterstützung bereitzustellen, über welche diese Haushaltsplanung zuverlässig gelingen kann. 

Und wie sind die praktischen Konsequenzen? Kann es sein, dass manche Kirchenrenovierung, mancher Pfarrsaal dann im Budget keinen Platz mehr findet?

Davon ist auszugehen. Das Projekt umfasst zwar nur den ordentlichen Haushalt der Kirchenstiftungen und damit bis auf Weiteres keine Änderung an den Prozessen und Zuschussregelungen für Bau- und Sanierungsmaßnahmen. Dennoch ist in der Haushaltsplanung einer Kirchenstiftung auch der mittel- und langfristige Weitblick erforderlich, den Aufbau von Rücklagen für etwaige Eigenanteile für künftige Bau- und Sanierungsmaßnahmen vorzusehen. 

Liegen schon Erfahrungen mit Budgetierung aus anderen Diözesen vor?

Das Konzept der Budgetierung existiert bereits in anderen Diözesen in Deutschland und es zeigt sich, dass es auch gut funktionieren kann. Wir haben vor, uns diese Konzepte genau anzusehen, dabei die Besonderheiten der Diözese Augsburg fest im Blick zu haben und möglichst gut aus der einen oder anderen Holprigkeit in anderen Diözesen zu lernen. 

Besonders wichtig wird es sein, Zwischenergebnisse zusammen mit den Akteuren vor Ort in den Kirchenstiftungen immer wieder zu verproben und hinterfragen zu lassen, damit wir kein Konzept aus dem „Elfenbeinturm“ entwickeln, sondern es uns gelingt, die Kirchenstiftungen im Bistum Augsburg auch künftig handlungsfähig aufzustellen.

Interview: la, jm, us

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Komponist Liebsch befragte unterschiedliche Menschen zu Kreuzwegsszenen https://www.katholische-sonntagszeitung.de/komponist-liebsch-befragte-unterschiedliche-menschen-zu-kreuzwegsszenen-612228/ Sat, 21 Mar 2026 07:00:01 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=612228 Pfaffenhofen an der ­Roth – Ein großes Musikprojekt mit etwa 80 Ausführenden wird Ende März in der Pfarrkirche St. Martin von Pfaffenhofen an der Roth (Kreis Neu-Ulm) zu erleben sein.  Das Thema passt in die Fastenzeit. Denn der Liederzyklus „14 von uns“, der dann uraufgeführt wird, ist inspiriert von den Kreuzwegbildern der Pfarrkirche St. Peter und Paul im benachbarten Holzheim (Kreis Neu-Ulm).

Dort wohnt der Texter und Komponist Rudolf Liebsch mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen. Die Bilder des Kreuzwegs faszinieren ihn schon seit dem ersten Betrachten immer wieder neu. „Die dort um den Christus herum abgebildeten Typen empfinde ich als lebensnahe Abbilder von uns“, sagt er auf der Homepage des Projekts. 

Als textliche Grundlage für den Liederzyklus versuchte er zunächst, Gedanken zu seinen persönlichen Empfindungen zu den Bildern zu Papier zu bringen. „Das war dann zu langweilig. Und zu eingleisig“, sagte er im Gespräch mit einem Mitarbeiter unserer Redaktion. Deshalb befragte er, entsprechend der Machart der Bilder, 14 verschiedene Menschen beziehungsweise Personengruppen zu den einzelnen Bildern.

Moderne Wahrnehmung 

So wollte er ein Bild dessen zeichnen, was moderne Menschen heute zu religiösen Themen und Glaubens­inhalten und zu Jesus Christus zu sagen haben. Deshalb wählte er sowohl Alte wie Junge, Gläubige, Andersgläubige und Dis­tanzierte, Suchende und Fragende. Bei der Vertonung spürte er der Vielfalt der Typen nach und wählte ganz verschiedene Genres, zum Beispiel Klassik, aber auch Rock und Rap.

Der 60-jährige Rudolf Liebsch studierte Maschinenbau und ist in einem Werk in Ulm als Spezialist für das Recycling von Kupferschrotten tätig. Aber schon in seiner Zeit am Nikolaus Kopernikus ­Gymnasium in Weißenhorn entstanden erste Kompositionen. Musiktheorie und Chorleitung bekam er vom Lehrer Carl Reisch vermittelt, der auch Dozent an der Münchner Musikhochschule war. Viele Stücke schrieb Liebsch für den Männerchor Pfaffenhofen, den er zehn Jahre leitete. 

Trauriges Gospelstück

Zum zwölften Bild, das Christi Mutter und den Jünger unter dem Kreuz zeigt, befragte er die dritte Klasse einer Grundschule. Daraus machte er ein trauriges Gospelstück für Kinderchor, das gegen Ende mit dem Satz „Wir freuen uns, dass du bei uns warst“ etwas Strahlendes bekommt. 

Der Grundgedanke der Schüler war: „Warum wurde er getötet? Er hat doch eigentlich nichts Schlimmes getan.“ Wie ein Trauer­marsch aus der Klassik mit großen Ton­sprüngen klingt das Stück „Nimm das Kreuz“ für Orchester und weibliche Singstimme. Im dazugehörigen Bild des Kreuzwegs übergeben zwei Soldaten Jesus das Kreuz. „Sie schauen unsicher, ob er es auch nimmt“, sagte die junge Studentin, von Liebsch befragt. Eine Zeile des Textes lautet: „Nimm das Kreuz, ich weiß wohl, dass es eigentlich meins wäre.“ 

Zur Begegnung Jesu mit weinenden Frauen befragte er zwei miteinander verheiratete Frauen. Aus diesem Interview machte er einen Blues. Der Grundgedanke lautet: „Ich bin jetzt nicht mehr Teil von deinem Club. Willst du mich überhaupt?“

Martin Gah

Information

Die Uraufführung mit Streich­orchester, Rockband, Chören sowie namhaften Sängern findet am 29. März um 19 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin in Pfaffenhofen an der Roth statt. 

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Caritas und Katholikenkomitee für Prüfung von Pränataltests https://www.katholische-sonntagszeitung.de/caritas-und-katholikenkomitee-fuer-pruefung-von-praenataltests-612591/ Fri, 20 Mar 2026 09:06:09 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=612591 Katholische Organisationen halten ein Überprüfen des Einsatzes nicht-invasiver Pränataltests für dringend nötig. „Vorgeburtliche Diagnostik, die mit häufig falsch-positiven Ergebnissen zu Ängsten und Verunsicherung führt und die zugleich keine therapeutischen Maßnahmen für das Kind eröffnet, ist keine Hilfe für die Eltern, sondern erzeugt einen fatalen Entscheidungsdruck“, sagte Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa am Donnerstag in Berlin. Am heutigen Freitag berät der Bundestag erstmals über einen entsprechenden Antrag für ein Monitoring.

Mehr als 100 Bundestagsabgeordnete fordern eine Überprüfung der von den Krankenkassen bezahlten Pränataltests (NIPT) für Schwangere. Die derzeitige Verordnung regele nicht klar genug, wann dieser Bluttest zur Anwendung kommen solle, heißt es in dem Antrag. Es sei zu befürchten, dass Schwangeren der Test unabhängig vom medizinischen Nutzen empfohlen werde, auch als Absicherung für Ärzte. Damit könnte der Test faktisch einer Reihenuntersuchung vorrangig auf Trisomie 21, kurz Down-Syndrom, gleichkommen. Der Antrag wird von Abgeordneten der Union, SPD, Grünen und Linken unterstützt.

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) begrüßt das angedachte Monitoring. „Die Anwendung nicht-invasiver Pränataltests birgt für jede schwangere Frau zahlreiche Implikationen. Deshalb sind ein Monitoring und die Einrichtung eines Experten-Gremiums wesentliche Instrumente für einen angemessenen Umgang mit der Testmöglichkeit“, sagte ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp.

Viele werdende Eltern wünschten sich mehr Informations- und auch Reflexionsmöglichkeiten vor dem Test und zugleich mehr Begleitung im Umgang mit dem Ergebnis. „Gerade wenn eine Trisomie diagnostiziert wird, beschreiben werdende Eltern, dass sie unter erheblichen Druck geraten, wenn sie das Kind bekommen wollen“, sagte Stetter-Karp.

Seit 2012 können Schwangere in Deutschland mithilfe des nicht-invasiven Pränataltests untersuchen lassen, ob bei ihrem ungeborenen Kind die Chromosomenstörungen Trisomie 13, 18 und 21 vorliegen. Ein Jahrzehnt lang war der Test eine Selbstzahlerleistung. Seit dem 1. Juli 2022 zählt er unter bestimmten Voraussetzungen zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Bei dem Verfahren kann mittels einer Blutprobe der Schwangeren das Risiko für Trisomie schon früh in der Schwangerschaft bestimmt werden. Daneben gibt es invasive Tests wie die Fruchtwasserpunktion, die ein Risiko für eine Fehlgeburt birgt. Laut Barmer nehmen mittlerweile nahezu die Hälfte der Schwangeren in Deutschland den nicht-invasiven Bluttest in Anspruch. Die Rate falsch-positiver Befunde liege dabei im Versorgungsalltag viermal höher als theoretisch erwartet.

KNA

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Papst Leo XIV. will über eine Reform seines Vorgängers debattieren https://www.katholische-sonntagszeitung.de/papst-leo-xiv-will-ueber-eine-reform-seines-vorgaengers-debattieren-612588/ Fri, 20 Mar 2026 08:59:43 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=612588 Papst Leo XIV. will über den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und andere Fragen von Ehe und Familie in der Kirche erneut debattieren lassen. In einer am Donnerstag veröffentlichten Botschaft schrieb der Papst, er wolle im Oktober mit den Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen weltweit über die Inhalte des zehn Jahre alten Dokuments „Amoris laetitia“ über Ehe und Familie beraten.

In diesem Dokument hatte Franziskus nach Debatten mit Kardinälen und nach einer Weltbischofssynode die katholische Ehelehre neu formuliert und dabei einige Bestimmungen gelockert. So hatte er entschieden, dass wiederverheiratete Geschiedene in der katholischen Kirche nicht länger kategorisch vom Zugang zu Beichte und Kommunion ausgeschlossen sein sollten; seither können die Seelsorger je nach Einzelfall entscheiden.

Dieser Weg war in der katholischen Weltkirche zunächst sehr umstritten. Mehrere Bischöfe und Kardinäle sprachen sich offen dagegen aus. Sie kritisierten die Entscheidung des Papstes, weil sie eine Aufweichung des biblischen Prinzips der Unauflöslichkeit der Ehe befürchteten. Die Mehrheit der Weltbischofssynode hatte sich jedoch dafür ausgesprochen.

In seiner Botschaft vom Donnerstag deutet Papst Leo XIV. an, dass er den Reformansatz seines Vorgängers fortsetzen will. Er schreibt, das Dokument „Amoris laetitia“ biete „eine wertvolle Lehre, die wir heute weiter vertiefen müssen: die biblische Hoffnung auf die liebevolle und barmherzige Gegenwart Gottes, die es ermöglicht, ‚Geschichten der Liebe‘ zu leben, auch wenn man ‚Familienkrisen‘ durchlebt“. Mit Blick auf die umstrittenen Textpassagen erinnert Leo XIV. daran, dass sein Vorgänger „die Kirche auffordert, ‚die Zerbrechlichkeit [zu] begleiten, [zu] unterscheiden und ein[zu]gliedern‘ indem sie ein verkürztes Verständnis der Norm überwindet“.

Zu den für Oktober angesetzten Beratungen, die synodal, aber nicht im Format einer Weltbischofssynode verlaufen sollen, schreibt er: „Angesichts der Veränderungen, die weiterhin Einfluss auf die Familien haben, habe ich beschlossen, im Oktober 2026 die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen der ganzen Welt zu versammeln, um im gegenseitigen Aufeinanderhören eine synodale Unterscheidung bezüglich der Schritte vorzunehmen, die unternommen werden müssen, um heute den Familien das Evangelium zu verkünden. Dies soll im Lichte von Amoris laetitia geschehen und unter Berücksichtigung dessen, was in den Ortskirchen bereits getan wird.“

Weltweit gibt es derzeit etwa 115 nationale und regionale katholische Bischofskonferenzen sowie mehrere Einzelbischöfe, die, wie etwa in Luxemburg, zu keiner Bischofskonferenz gehören. Beratungen des Papstes mit den Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen sind sehr selten.

KNA

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Sacro Speco und Santa Scolastica – Ein Besuch am Geburtsort des Benediktinerordens Subiaco in Mittelitalien https://www.katholische-sonntagszeitung.de/sacro-speco-und-santa-scolastica-ein-besuch-am-geburtsort-des-benediktinerordens-subiaco-in-mittelitalien-612549/ Thu, 19 Mar 2026 12:01:34 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=612549

Seine mehr als 50 Welterbestätten machen Italien zur Nummer 1 auf der Liste der Unesco. Viele davon haben einen sakralen Bezug: Millionen Menschen besuchen diese christlichen Orte jedes Jahr – von den Wirkungsstätten des Franziskus in Assisi bis zum Petersdom in Rom. Auch das gut 70 Kilometer östlich der Hauptstadt liegende Subiaco gehört dazu.

Hier ziehen das Kloster der heiligen Scholastika und der Sacro Speco, die Höhle des heiligen Benedikt, Ströme von Touristen an. Wie mit dem Felsen verwachsen scheint das Bauwerk über einem Tal der Simbruiner Berge, durch das sich das Flüsschen Anio zieht. Hier befindet sich die Wiege des Benediktinerordens – älter noch als das Kloster Montecassino, das der heilige Benedikt 529 gründete und wo er mit der „Regula benedicti“ die Grundlage für das ganze abendländische Mönchtum schuf.

Schon die Römer bauten ab 272 vor Christus unweit von Subiaco Aquädukte. Später ließ Kaiser Nero durch Talsperren künstliche Seen und für sich eine Villa anlegen. Als der in Norcia in Umbrien um 480 geborene Benedikt zu Studien in Rom weilte, soll er den Ruf Gottes verspürt haben. Seine Schwester Scholastika hatte sich bereits als junges Mädchen Gott geweiht.
Um innere Klarheit über sein Leben zu bekommen, flüchtete Benedikt in die Sabinerberge. Auf der Suche nach Einsamkeit wanderte er durch das Tal des Anio nach Subiaco. Drei Jahre soll er hier als Einsiedler in einer Höhle unter dem heutigen Kloster Sacro Speco gelebt haben. Nur der Mönch Romanus versorgte ihn mit Nahrung. Später erfuhren Hirten von seiner weltabgewandten Lebensweise – und kurz darauf baten andere Mönche Benedikt, die Leitung ihrer Klostergemeinschaft zu übernehmen.

Wunder in der Höhle

Die Zahl seiner Schüler wuchs rasant. Innerhalb einiger Jahrzehnte kam es im Tal des Anio zur Gründung von 13 Klöstern, wovon sich bis heute Santa Scolastica und Sacro Speco erhalten haben. Benedikts Höhle war bereits für Gregor den Großen (um 540 bis 604) eine Wallfahrtsstätte, ist seinen „Dialogen“ zu entnehmen: „Benedikt wirkt auch in der Höhle“, liest man dort, „herrliche Wunder, wenn der Glaube der Hilfesuchenden es verlangt.“

Ein beliebtes Fotomotiv stellt der Wandelgang im Cosmaten-Kreuzgang des Klosters Santa Scolastica mit seiner reichen Ausmalung dar. Oben: das Lamm Gottes.

© Foto: Thiede

Viele der heute zu besichtigenden Klostergebäude von Sacro Speco stammen aus dem 13. Jahrhundert. Über eine schmale Treppe gelangt man zur geweihten Stätte, die aus zwei übereinander gebauten Kirchen und mehreren Kapellen besteht. Wandgemälde bedecken fast alle Flächen – ein Gesamtkunstwerk von faszinierender Schönheit.

An der Ausmalung waren verschiedene Künstler aus unterschiedlichen Zeiten beteiligt. Über der Eingangstür ist eine „Madonna mit Kind“ aus einer umbrischen Werkstatt des 15. Jahrhunderts zu sehen. Im alten Kapitelsaal taucht der „Erlöser mit den vier Evangelisten“ aus der Schule von Perugino auf, aus dem frühen 16. Jahrhundert.

In der Oberkirche trifft man auf eine Kanzel mit Rosetten und einem Adler als Lesepult. Die Fresken mit dem „Kuss des Judas“, der „Flucht der Apostel“ oder einer „Geißelung“ stammen von einer sienesischen Schule aus dem 14. Jahrhundert. Im Gewölbe entdecken Besucher die „Herabkunft des Heiligen Geistes“. An den Wänden sehen sie einen Engel vor dem leeren Grab, der den frommen Frauen die Auferstehung Christi verkündet.

Vier Kirchenväter

Vis-a-vis sind der feierliche „Einzug Jesu am Palmsonntag in Jerusalem“ zu sehen, „Jesus und Maria Magdalena“ und der Apostel Thomas, der die Wundmale Jesu berührt. Über diesen Darstellungen erblickt man „Christi Himmelfahrt“ und auf der gegenüberliegenden Wand eine Kreuzigungsszene. Im Kreuzrippengewölbe tauchen die vier lateinischen Kirchenväter Ambrosius, Augustinus, Hieronymus und Gregor der Große auf.

Dazu kommen – keine große Überraschung – immer wieder Szenen aus dem Leben des heiligen Benedikt, zum Beispiel der „Mordversuch der Mönche von Vicovaro“ oder die „Heilung eines unsteten Mönchs“, der vom Teufel aus dem Oratorium gezogen wird und anschließend von Benedikt eine strenge Lektion erteilt bekommt.

Im Querschiff ist das „Letzte Gespräch Benedikts mit seiner Schwester Scholastika“ zu sehen. In den sich anschließenden Kapellen sind „Scholastikas Tod“ und die „Enthauptung des heiligen Paulus“ dargestellt. In der Unterkirche begrüßt eine Darstellung von Papst Innozenz III. (1161 bis 1216).

Hier taucht erstmals ein Künstler namentlich auf: „Magister Conxolus“, ist auf einer Abside zu entziffern. Von ihm stammen fast alle Bilder der Unterkirche, darunter eine Maria mit Kind und weitere Szenen aus Benedikts Leben: als Einsiedler in der Höhle oder das „Wunder mit dem Goten und Fischen“, wo ein rechteckiges Tischtuch einen See darstellt. Auf einer anderen Wand erblickt man das „Attentat auf Benedikt mit dem unheilvollen Geschenk eines vergifteten Brotes“.

Drei Jahre unerkannt

Von der Unterkirche gelangt man direkt in die Heilige Grotte, die dem Kloster seinen Namen gab. Hier soll Benedikt drei Jahre lang gelebt haben – unerkannt für alle außer Gott und dem Mönch Romanus. Dies soll eine weiße Statue mit Korb und Kruzifix des Barock-Künstlers Antonio Raggi symbolisieren, eines Schülers von Gian Lorenzo Bernini. Sie stammt aus dem Jahr 1657.

Über eine Wendeltreppe geht es von der Grotte in die Kapelle des heiligen Gregor. Eine berühmte Darstellung zeigt hier den später heiliggesprochenen Franz von Assisi (1181/82 bis 1226) – noch ohne Heiligenschein und Wundmale. Das Bild wurde wohl zu seinen Lebzeiten gemalt. Andere Malereien zeigen den späteren Papst Gregor IX. bei der Weihe einer Kapelle oder den Erzengel Michael.

Eine beindruckende Szene ist der „Triumph des Todes“ neben der Heiligen Stiege. Das Skelett mit wehenden Haaren auf einem Schimmel trifft mit seinem langen Schwert einen Jüngling. Andere junge Männer liegen bereits tot am Boden, wohingegen hinter dem galoppierenden Tod eine Gruppe von armen Alten vergeblich auf ihr Ende wartet.

Eine Meditation über die Sterblichkeit ist auch das skurrile Bild eines Mönchs, der drei jungen Männern eine Leiche in drei verschiedenen Stadien der Verwesung zeigt. Weiter unten passt dazu der Kindermord von Bethlehem mit all seiner Brutalität. In den Gewölben sind Marienszenen zu erkennen: von der Verkündigung über die Krönung bis zu ihrem Tod. In der Apsis thront die Himmelskönig mit dem Kind – unweit davon eine Schutzmantelmadonna.

Besucher betrachten den Glockenturm des Klosters Santa Scolastica.

© Foto: Thiede

Petrarcas Würdigung

In der Hirtengrotte beeindrucken Reste von byzantinischen Malereien aus dem achten Jahrhundert: eine „Maria mit Kind“ und zwei Heiligen etwa. Der große italienische Dichter Francesco Petrarca (1304 bis 1374) würdigte Sacro Speco, die Heilige Grotte, einmal als „Paradisi limen“, als Schwelle zum Paradies. Künstlerisch und historisch ergibt das durchaus Sinn.
Von so vielen Eindrücken tief geprägt geht es wandernd oder mit dem Auto abwärts zum Kloster der heiligen Scholastika. Beide Bau­ensembles sind kostenfrei zu besichtigen – lediglich um Spenden wird gebeten. Diese Regelung haben sich die Benediktinermönche gegenüber dem italienischen Staat, der die Gebäude unterhält, ausbedungen. Und sie scheint zu funktionieren.

Durch die Klosterläden, die Bücher, Honig, Likör, Devotionalien und religiöse Andenken feilbieten, kommen weitere Gelder hinzu. Auch der Gästebereich mit Restaurant und einer Bar mit Cafeteria sorgt für kontinuierliche Einnahmen für die gut 15 Ordensmänner, die heute im Kloster der heiligen Scholastika beten und arbeiten.
Hier gibt es drei Kreuzgänge mit unterschiedlichem Charakter. Der schönste ist der Kosmatenkreuzgang – ein Juwel romanischer Kunst, mit gedrechselten Säulen aus weißem Carrara-Marmor, dessen Gewölbe ganz mit Fresken aus dem 13. und 14. Jahrhundert bedeckt sind. Ältester Teil der Abtei ist indes der weithin sichtbare Campanile, der älteste Glockenturm Mittelitaliens. Gebaut wurde er um das Jahr 1052.

Durch einen anglo-amerikanischen Bombenangriff 1944 wurden die Klosterfassade und Teile des ersten Kreuzgangs zerstört. Diese Wunden des Krieges verdeckt der gelungene Wideraufbau. Statuetten aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, die im Kloster zu sehen sind, zeigen Einflüsse süddeutscher Steinmetzkunst und belegen die Anwesenheit deutscher Mönche zu jener Zeit.

Deutsche Spuren

Nicht nur im Bauwerk haben die Deutschen ihren Spuren hinterlassen, sondern auch bei der Buchkunst. In dem kleinen Klostermuseum und in der Klosterbibliothek mit ihren 580 Handschriften, 212 Inkunabeln und 4000 alten Urkunden auf Pergament und Papier lässt sich das sogar für den Besucher nachvollziehen.

Hier befinden sich zum Beispiel neben einer lateinischen Grammatik und „De Oratore“ des antiken Redners und Philosophen Marcus Tullius Cicero ein Exemplar von Augustinus’ „De civitate Dei“. Es war hier in Santa Scolastica, wo 1465 die erste Druckerei Italiens eingerichtet wurde – von den Klerikern Conrad Sweynheym und Arnold Pannartz aus Mainz.

Bis heute sind Santa Scolastica und Sacro Speco nicht nur geistliche Zentren, wo Mönche in der „Lectio divina“ sowie der Liturgie dem „Ora et Labora“ folgen. Drei Kilometer vom Stadtzentrum Subia­cos entfernt findet man großartige Architektur und mit den mittelalterlichen Wandmalereien Kunst von Weltrang. Wer zudem spüren will, wo die Wiege des benediktinischen Mönchtums liegt, der darf Subiaco auf seiner nächsten Italienreise nicht auslassen. 

Rocco Thiede

Der Triumph des galoppierenden Todes in der Heiligen Stiege des Sacro Speco: Er metzelt einen Jüngling mit dem Schwert nieder.

© Foto: Thiede
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Reliquien-Verehrung in Assisi geht zu Ende https://www.katholische-sonntagszeitung.de/reliquien-verehrung-in-assisi-geht-zu-ende-612510/ Thu, 19 Mar 2026 11:05:56 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=612510 KNA]]> Papst Leo ernennt zwei neue Weihbischöfe für Venezuela https://www.katholische-sonntagszeitung.de/papst-ernennt-neue-bischoefe-fuer-venezuela-612507/ Thu, 19 Mar 2026 08:18:19 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=612507 Papst Leo XIV. hat zwei neue Weihbischöfe für das große katholische Erzbistum in Venezuelas Hauptstadt Caracas ernannt. Das teilte das vatikanische Presseamt am Mittwoch mit. Mit der Ernennung verfügt die rund drei Millionen Mitglieder zählende Erzdiözese nun über drei Weihbischöfe und einen Erzbischof. Die neuen Weihbischöfe in Caracas sind José Manuel León aus der Ordensgemeinschaft der Passionisten und der Diözesanpriester José Dionisio Gómez Gouveia (beide 59). Erzbischof von Caracas ist seit 2024 der Salesianer Raúl Biord Castillo (63). Die katholische Kirche wurde unter Venezuelas Herrscher Nicolás Maduro häufig unterdrückt. Seit dessen Sturz durch US-Streitkräfte am 3. Januar hat sie wieder größere Freiräume. Ihre Bischöfe setzen sich für einen friedlichen Übergang zu Demokratie und für Freiheit in dem südamerikanischen Land ein; auch der Vatikan spielt als Vermittler eine Rolle. KNA]]> Forscher: Trend zu mehr Interesse junger Menschen für Christentum https://www.katholische-sonntagszeitung.de/forscher-trend-zu-mehr-interesse-junger-menschen-fuer-christentum-612498/ Thu, 19 Mar 2026 08:06:47 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=612498 KNA]]> Freibier im Kloster Andechs für alle Sepps und Josefinen https://www.katholische-sonntagszeitung.de/freibier-im-kloster-andechs-fuer-alle-sepps-und-josefinen-612471/ Wed, 18 Mar 2026 09:58:03 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=612471 Freibier, wie das Kloster am Dienstag mitteilte. Am selben Tag findet zudem eine Heilige Messe zu Ehren des heiligen Josef in der Andechser Wallfahrtskirche statt. Überdies ist Josefi der letzte Tag im Frühjahr, an dem das Andechser Winterbier ausgeschenkt wird, wie es hieß. Der hebräische Name Josef bedeutet so viel wie „Gott hat hinzugefügt“. Daher wird Josef – der Bräutigam Mariens – in einigen biblischen Kalendern auch „Josef der Vermehrer“ genannt. Seit 1729 ist der Josefitag für die katholische Kirche vorgeschrieben. Papst Pius IX. ernannte Josef 1870 zum Kirchenpatron. Bis 1968 war der Josefitag in Bayern ein gesetzlicher Feiertag. Mit ihm ging lange Zeit ein reiches Brauchtum einher: Mädchen bekamen Blumensträuße, die bei der Suche nach dem richtigen Ehemann helfen sollten, und frisch verheiratete Ehepaare trugen sogenannte Josefsringe, um die eheliche Treue zu schützen. Das Kloster Andechs besteht seit 1455. Die Benediktinermönche auf dem „Heiligen Berg“ betreuen nach eigenen Angaben die älteste Wallfahrt Bayerns. Seit 1850 erzielt das Kloster Andechs als Wirtschaftsgut der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München gemäß dem Stiftungsauftrag König Ludwigs I. die Einkünfte für die Abtei. Seit 2003 leitet Abt Johannes Eckert die Gemeinschaft der etwa ein Dutzend Mönche in München und Andechs, zu denen rund 200 Mitarbeiter hinzukommen, die nicht dem Orden angehören. Auch wenn es zur Abtei Sankt Bonifaz in München gehört, steht das Kloster Andechs auf dem Gebiet des Bistums Augsburg. KNA]]>