Katholische Sonntagszeitung https://www.katholische-sonntagszeitung.de Fri, 19 Jun 2026 07:28:01 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 300.000 Ministranten in deutschen Bistümern – Frauen in der Mehrheit https://www.katholische-sonntagszeitung.de/300-000-ministranten-in-deutschen-bistuemern-frauen-in-der-mehrheit-618384/ Fri, 19 Jun 2026 07:28:01 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=618384 Rund 300.000 junge Menschen engagieren sich in der katholischen Kirche als Messdienerinnen und Messdiener. Gut die Hälfte (54 Prozent) ist weiblich, wie aus einer am Donnerstag in Wiesbaden vorgestellten Auswertung der deutschen Bistümer hervorgeht. Bei der bislang letzten Erhebung 2015/2016 hatte die Zahl von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die den Altardienst übernehmen, noch bei 360.000 gelegen.

Damals waren mit 48 Prozent anteilig noch etwas mehr Jungen und Männer Ministranten als heute (46 Prozent). Im Vergleich der Bistümer liegt Rottenburg-Stuttgart vorn; das Bistum zählt 21.290 Ministrantinnen und Ministranten und damit so viele wie kein anderes.

„Die Ministrantinnen und Ministranten gehören zu einer der stärksten und sichtbarsten Formen kirchlicher Jugendarbeit in Deutschland“, erklärte der Vorsitzende der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Johannes Wübbe. Das sei Jugendpastoral im besten Sinn: „nah an den jungen Menschen und verbunden mit dem Leben der Kirche vor Ort“, sagte der Osnabrücker Weihbischof.

Bei der 2023 vorgestellten 6. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung gaben unter den 14- bis 21-jährigen westdeutschen KKatholiken 47 Prozent an, selbst Ministrant oder Ministrantin gewesen zu sein. In den älteren Generationen war der Anteil deutlich niedriger.

Beim Forum Ministrantenpastoral der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz diskutierten den Angaben zufolge in den vergangenen Tagen rund 60 Fachleute aus den Bistümern mit Vertretern aus Wissenschaft, Ausbildung und pastoraler Praxis. Themen waren demnach etwa mehrsprachige, international geprägte Ministrantengruppen, zeitgemäße Formen liturgischer Bildung, eine stärkere Vernetzung der Bistümer und eine Beteiligung von Messdienern an Entwicklungsprozessen.

KNA

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„Reerdigung“ ist in Schleswig-Holstein ist nun dauerhaft erlaubt https://www.katholische-sonntagszeitung.de/reerdigung-ist-in-schleswig-holstein-ist-nun-dauerhaft-erlaubt-618381/ Fri, 19 Jun 2026 07:22:48 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=618381 Schleswig-Holstein hat als erstes Bundesland die „Reerdigung“ dauerhaft als neue Bestattungsart zugelassen. Der Landtag beschloss am Donnerstag einstimmig eine entsprechende Änderung des Bestattungsgesetzes. Künftig ist neben der Erd- und Feuerbestattung auch die sogenannte beschleunigte Verwesung mit anschließender Beisetzung der menschlichen Überreste gesetzlich vorgesehen.

Die „Reerdigung“ war seit 2022 im Rahmen eines bundesweit einzigartigen Pilotprojekts in Schleswig-Holstein erprobt worden. Dabei wird der Leichnam in einem geschlossenen Behältnis auf pflanzliches Material gebettet und innerhalb von rund 40 Tagen zu humusartiger Erde umgewandelt. Anschließend werden die Überreste auf einem Friedhof beigesetzt. Bislang einziger Anbieter des Verfahrens in Deutschland ist das Berliner Unternehmen Circulum Vitae, das mit geringeren CO2-Emissionen im Vergleich zur Feuerbestattung wirbt.

Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU) zog eine positive Bilanz der Erprobungsphase. Bis Ende April seien insgesamt 76 „Reerdigungen“ durchgeführt oder begonnen worden. Die Verstorbenen stammten aus 14 Bundesländern sowie aus dem Ausland. Die wissenschaftliche Begleitung durch die Universität Leipzig habe die Funktionsfähigkeit und Unbedenklichkeit des Verfahrens bestätigt.

„Es freut mich, dass wir in Schleswig-Holstein dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung tragen und – auf der Basis einer wissenschaftlich begleiteten Erprobung – eine neue Bestattungsart ermöglichen“, sagte von der Decken.

Der Geschäftsführer des Anbieters, Pablo Metz, erklärte: „Wir hoffen, dass andere Bundesländer dies als Einladung verstehen, diesen Weg ebenfalls zu öffnen.“ Das Unternehmen kündigte an, seine Kapazitäten in Schleswig-Holstein ausbauen zu wollen. Die nun geschaffene gesetzliche Grundlage ermögliche eine langfristige Planung weiterer Standorte, sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

KNA

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Nationalspieler Jonathan Tah will weiter nach Fußballspielen beten https://www.katholische-sonntagszeitung.de/nationalspieler-jonathan-tah-will-weiter-nach-fussballspielen-beten-618339/ Thu, 18 Jun 2026 08:39:49 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=618339 Deutschlands Fußballnationalspieler Jonathan Tah (30) will auch in der Zukunft nach Fußballspielen mit Teamkollegen Felix Nmecha und anderen Profis beten. Im Interview mit Magenta TV sagte der Bayern-Profi, er sehe das gemeinsame Gebet als ein schönes Zeichen dafür, dass es um mehr gehe als Fußball. „Es geht um Liebe, es geht um Nächstenliebe, es geht um Frieden, Dankbarkeit. Das sind die Werte, die wir nach außen vermitteln wollen.“

Auf Initiative von Nmecha hatten der 25-Jährige, Tah und Gegenspieler nach dem 7:1 beim WM-Auftakt des DFB-Teams gegen Curaçao einen Gebetskreis auf dem Platz gebildet. Tah sagte dazu, es habe auch schon nach dem Freundschaftsspiel der Nationalmannschaft gegen die USA am 6. Juni ein gemeinsames Gebet gegeben.

DFB-Spieler Antonio Rüdiger verteidigte das gemeinsame Gebet. „Ich sehe nichts Falsches daran“, sagte er. „Wir leben in einem Land, wir reden von Meinungsfreiheit, Glaubensfreiheit. Also sehe ich kein Problem darin.“

Nmecha hatte zum Gebet nach dem Spiel gegen Curacao in der ARD erklärt: „Wir sind im Spiel Gegner. Nach dem Spiel sind wir alle Christen und wir sind Brüder und dann haben wir einfach ein kleines Gebet zusammen gemacht.“

Öffentliche religiöse Bekenntnisse von Fußballstars sind in anderen Ländern durchaus üblich. Nmechas Social-Media-Posts hatten allerdings in der Vergangenheit mehrfach auch Kritik ausgelöst. Kritiker warfen ihm vor, er habe Inhalte geteilt und gelikt, die als homophob und transphob gewertet werden könnten.

Der katholische deutsche Sportbischof Stefan Oster lobte das gemeinsame Gebet und sprach von einer „bemerkenswerten und sehr schönen Geste“. Dass Spieler gegnerischer Mannschaften nach dem Spiel gemeinsam so einen Kreis bildeten, mache deutlich: „Uns verbindet mehr, als uns trennt. Wir haben gemeinsam Freude am Fußball.“

KNA

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Papst Leo dankbar für Vereinbarung zu Iran-Krieg https://www.katholische-sonntagszeitung.de/papst-leo-dankbar-fuer-vereinbarung-zu-iran-krieg-618330/ Thu, 18 Jun 2026 08:30:55 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=618330 Papst Leo XIV. hat die für Freitag avisierte Unterzeichnung eines Abkommens zwischen Iran und den USA für ein Ende des Krieges begrüßt. „Das ist ein ermutigendes Ergebnis von Dialog und Verhandlungen“, sagte er am Mittwoch auf dem Petersplatz. Er dankte den Ländern, die sich für die Begegnung der Streitparteien engagiert und damit diese Vereinbarung ermöglicht hätten.

„Ich hoffe, dass sie dazu beiträgt, das gegenseitige Vertrauen die Sicherheit und die Stabilität im Nahen Osten zu stärken“, sagte er bei der Generalaudienz vor Tausenden Menschen. „Und ich hoffe, dass dadurch auch Dialog und Kooperation zwischen den Völkern weiter gestärkt werden.“

Zugleich erinnerte Leo XIV. an den im Februar 2022 begonnen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, von wo es „schmerzliche Nachrichten“ gebe: „So viele unschuldige Opfer, ermordet, Kirchen und kulturelle Stätten von Flammen verwüstet, so viele Menschen weinen um ihre getöteten Lieben“, sagte der Papst. „Ich rufe dazu auf, alles zu tun, dass dieser Krieg endet. Ich bete zum Herrn, dass es zu einem gerechten und dauerhaften Frieden kommen kann.“

Zuvor hatte Leo XIV. nach seiner einwöchigen Spanienreise (6.-12. Juni) für die „herzliche Aufnahme und das lebendige Zeugnis des Glaubens des spanischen Volkes“ gedankt. Dass er bei seinen Auftritten in Madrid, Barcelona und auf den Kanarischen Inseln von Menschen jeden Alters und jeder Lebenslage freudig empfangen wurde, sei „keineswegs selbstverständlich“ in einem Land, das bedeutende gesellschaftliche und kulturelle Veränderungen durchlaufen habe. Hier zeige sich ein Bedürfnis nach Einheit auf einer Grundlage, die weder ideologisch geprägt sei noch auf Partikularinteressen beruhe.

Mit seiner Reise habe er die Gläubigen bestärken und alle ermutigen wollen, Gemeinschaft, Dialog und Einheit zu pflegen, um Spaltungen und Gegensätze zu überwinden. Europa habe ein unschätzbar reiches Erbe an katholischer Tradition und Kultur. „Es ist ein Erbe, das es sorgsam zu bewahren gilt, um es in die heutige globale Welt mit ihren folgenschweren Herausforderungen einzubringen: Frieden, ganzheitliche Ökologie, gerechte und nachhaltige Entwicklung sowie die Achtung der Menschenwürde“, forderte er.

Mit Blick auf die Kanarischen Inseln, ein Hotspot für Bootsmigranten vor allem aus Westafrika, forderte er „ganzheitliche sowie koordinierte Handlungspläne“ für das komplexe Phänomen Migration. Erforderlich sei „der Dialog zwischen den Menschen und zwischen den Völkern, die Begegnung im Geist der Geschwisterlichkeit, die es uns ermöglicht, die Werte des jeweils anderen zu entdecken und zu würdigen“, betonte Leo XIV.

KNA

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Waigel: Maier war ein Glücksfall für die bayerische Politik https://www.katholische-sonntagszeitung.de/muenchner-kardinal-marx-so-offene-katholiken-noetiger-denn-je-618324/ Thu, 18 Jun 2026 08:23:59 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=618324 Mit bewegenden Ansprachen haben am Mittwoch Vertreter aus Politik, Kirche und Wissenschaft bei einem Requiem im Münchner Liebfrauendom Abschied von dem CSU-Politiker Hans Maier genommen. Der frühere bayerische Kultusminister (1970-1986) und Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (1976-1988) war am 8. Juni in München verstorben. Maier, der als einer der führenden katholischen Intellektuellen Deutschlands galt, wäre am 18. Juni 95 Jahre alt geworden.

Vor den Altarstufen stand Maiers mit einem Bukett von Sonnenblumen geschmückter Sarg. Ihn umgaben vier Kränze: von der Familie, dem Bayerischen Landtag, dem Ministerpräsidenten und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Außerdem war ein Porträtbild von ihm aufgestellt worden. Zu den Trauergästen zählten neben der Familie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Landtagspräsidentin Ilse Aigner.

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx sprach von einem großen Lebenszeugnis. Viele merkten erst jetzt, was sie an Personen wie Maier verlieren, die aus dem Geist des christlichen Glaubens die Welt gestalten wollten. Maier sei ein liberaler Katholik gewesen, im Sinne eines freien Menschen, aber nicht ungebunden. Hineingestellt in den Weg der Kirche habe er mit ihr gerungen. Der katholische Glaube brauche keinem Denken der Welt auszuweichen. Solch offene Katholiken, im Sinne einer katholischen Aufklärung, seien heute nötiger denn je.

Es gehe darum, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, betonte der Kardinal. Der Mensch sollte nicht andere für sich denken lassen „wie die Künstliche Intelligenz und nicht politische Ideologien und nicht irgendwelche Schwätzer, die uns hereinlegen wollen“. Um aber selber denken zu können, brauche es Kraft und Bildung. Deshalb sei die Bildungsfrage entscheidend für die Zukunft.

ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp erinnerte daran, dass ihr Vorgänger über viele Jahrzehnte das Gesicht des politischen Katholizismus gewesen sei. „Wie kaum ein anderer verband er universelle Gelehrtheit mit politischer Gestaltungskraft.“ Die katholische Soziallehre sei ihm nicht bloß Leitlinie, sondern Herzensanliegen gewesen.

Stetter-Karp verwies auf Maiers Engagement bei der Gründung des Schwangerenberatungsverein „Donum Vitae“. In einer schwierigen und schmerzvollen Auseinandersetzung innerhalb von Kirche und Gesellschaft habe er sich dafür eingesetzt, dass Frauen in existenziellen Konfliktsituationen nicht allein gelassen werden. Für das ZdK sei Maier kluger Ratgeber, aufmerksamer Zuhörer und eine Stimme gewesen, die gehört wurde: „Er hat Brücken gebaut – zwischen Positionen, zwischen Generationen, zwischen Kirche und Gesellschaft.“

Der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU) nannte Maier einen Glücksfall für die bayerische Politik, als dieser 1970 das Amt des Kultusminister übernommen habe. Mit intellektueller Brillanz sei es ihm gelungen, die umstrittene Kultur- und Schulpolitik zu gestalten, mit der Opposition fair umzugehen, mit den Lehrerverbänden zu kooperieren und die Wissenschaft in Bayern zur Blüte zu bringen.

Aber auch sein Ausscheiden aus der Politik aus dem damaligen Kabinett unter Franz Josef Strauß habe Maier souverän gemeistert, betonte Waigel. Er sei demütig gewesen, aber nicht bereit, sich demütigen zu lassen. So habe sein moralischer Imperativ gelautet: „Es gilt, den Mächtigen den notwendigen Widerspruch nicht zu versagen.“ Widerstandsgeist habe Maier aber nicht nur in der Politik, sondern auch in der Kirche immer wieder bewiesen, sagte Waigel. Sein Leben und Wirken werde lebendig bleiben, in Theologie und Philosophie, Geschichte und Politik, im Herzen vieler Menschen.

Der frühere Direktor der Akademie für Politische Bildung in Tutzing, Heinrich Oberreuter, würdigte den Wissenschaftler Maier. Gerade in herausfordernden Zeiten habe dieser die Freiheit der Wissenschaft verteidigt. Er habe vermittelt, dass Wissenschaft, auf freiem Wissen beruhend, sich gegen Gesinnung, Ideologie und Opportunismus treu zu behaupten habe.

Vor allem aber habe Maier deutlich gemacht, dass nicht nur der Politikwissenschaftler, sondern jeder Bürger Verantwortung für die freiheitlich-demokratische Grundordnung trage, hob Oberreuter hervor, Denn diese gewähre ihm schließlich das Recht auf persönliche Entfaltung. „Verantwortung aber heißt Handeln, zumindest wenn Entgleisung droht oder entsprechende zeitgeschichtliche Erinnerungen aufscheinen.“

Maier wäre am 18. Juni 95 Jahre alt geworden. Der gebürtige Freiburger lehrte als Professor für Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München, bevor er ins bayerische Kabinett wechselte. Von 1988 bis 1999 hatte er an der LMU den Guardini-Lehrstuhl für Christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie inne.

Erst im März war Maiers Frau nach mehr als 60 Jahren Ehe gestorben. Aus ihrer Verbindung gingen sechs Töchter hervor. Auch im hohen Alter engagierte sich Maier noch lange als nebenamtlicher Organist, als Vortragsredner und Publizist.

Barbara Just (KNA)

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Wüst fordert Bischof Wilmer zu Einsatz gegen Extremismus auf https://www.katholische-sonntagszeitung.de/wuest-fordert-bischof-wilmer-zu-einsatz-gegen-extremismus-auf-618192/ Wed, 17 Jun 2026 09:34:28 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=618192 Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat den künftigen Bischof von Münster, Heiner Wilmer, zum Einsatz gegen gesellschaftliche Spaltung aufgerufen. Populisten und Extremisten schürten Angst und trieben die Gesellschaft auseinander, sagte Wüst am Dienstag in der NRW-Staatskanzlei. „Umso wichtiger sind Menschen, die sich diesen Tendenzen, diesen Spaltern, entgegenstellen.“

Wilmer legte vor Wüst den vorgesehenen Treueid vor seiner Amtseinführung ab. In seiner Rede bekannte sich der Bischof zur Demokratie als „zweifellos die beste aller Staatsformen“. Die Kirche werde sich auch künftig zu den großen politischen Fragen äußern – mit Respekt vor dem politischen Primat. „Und wir werden weiterhin mit unseren Einrichtungen dazu beitragen, dass die Ideale unserer Soziallehre nicht bloße Theorie bleiben“, kündigte der Bischof an.

Anschließend versprach Wilmer per Eid der verfassungsmäßigen Ordnung die Treue. An dem Akt nahmen Vertreter aus Politik und Kirche teil. Für Niedersachsen sprach der Abteilungsleiter aus dem Kultusministerium, Carsten Milde, ein Grußwort. Das Bistum Münster umfasst Teile von NRW und von Niedersachsen.

Der Treueid eines katholischen Bischofs vor einer staatlichen Instanz ist in Deutschland üblich und leitet sich aus Verträgen zwischen Staat und Kirche ab. Der Eid zeigt, dass das Amt des Bischofs nicht nur eine geistliche Dimension hat. Es ist auch von gesellschaftlicher und politischer Bedeutung.

Wilmer, der auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, wird am Sonntag das Bischofsamt in Münster übernehmen. Damit leitet der 65-Jährige das mitgliederstärkste deutsche Bistum mit rund 1,6 Millionen Katholiken.

Bislang ist Wilmer Bischof von Hildesheim. Zu seinem dortigen Amtsantritt 2018 hatte er vor dem damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) einen Treueid abgelegt.

Anita Hirschbeck (KNA)

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Einflussreicher Kardinal Camillo Ruini mit 95 Jahren verstorben https://www.katholische-sonntagszeitung.de/einflussreicher-kardinal-camillo-ruini-mit-95-jahren-verstorben-618183/ Wed, 17 Jun 2026 09:28:14 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=618183 Kardinal Camillo Ruini, einer der einflussreichsten Kirchenmänner Roms und Italiens, ist tot. Der aus Modena stammende Geistliche starb am Dienstagabend im Alter von 95 Jahren in Rom. Als Stellvertreter des Papstes für das Bistum Rom gehörte Runi von 1991 bis 2008 zu den engsten Mitarbeitern von Papst Johannes Paul II. und später von Benedikt XVI. Gleichzeitig leitete er bis 2007 die große Italienische Bischofskonferenz.

Als deren Vorsitzender bestimmte Ruini die Linie der Kirche in Gesellschaft und Politik. In seiner Zeit durchlief Italien große Veränderungen wie den Zerfall der Partei „Democrazia Cristiana“, der jahrzehntelangen Verbündeten der katholischen Kirche des Landes. An die Stelle des katholischen Blockdenkens setzte Ruini danach das „kulturelle Projekt“ einer kirchlichen Durchdringung von Staat und Gesellschaft jenseits der Parteigrenzen.

Nach dem Niedergang der Christdemokraten Mitte der 1990er Jahre stützte Ruini den langjährigen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi (1936-2023). An der Wahl von Joseph Ratzinger zum Papst im Jahr 2005 war Ruini entscheidend beteiligt.

Nach der Emeritierung betraute Benedikt XVI. den Kardinal 2010 mit der Leitung der Untersuchungskommission für die Vorgänge im Marienwallfahrtsort Medjugorje in Bosnien-Herzegowina. Wiederholt meldete sich Ruini zu aktuellen Vorgängen in Italien zu Wort und trat auch im Ruhestand weiter für eine Beteiligung der Kirche am politischen Diskurs ein.

KNA

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Kirche und Handwerk https://www.katholische-sonntagszeitung.de/kirche-und-handwerk-618159/ Wed, 17 Jun 2026 08:45:11 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=618159 STRAUBING (ih/eh) – 350 Kaminkehrer aus ganz Deutschland hatten sich jüngst in der vollbesetzten Straubinger Karmelitenkirche versammelt. Anlass war der 142. Bundesverbandstag des Schornsteinfegerhandwerks. Auftakt des dreitägigen Großereignisses war der Eröffnungsgottesdienst. In dessen Zentrum stand die Segnung der ersten Bundesinnungsfahne als Symbol für handwerkliche Tradition und gelebte Berufsethik.

Schon beim feierlichen Einzug wurde die tiefe Verbundenheit von Kirche und Handwerk sichtbar. Im Altarraum der Karmelitenkirche hatten Fahnenträger mit ihren farbenprächtigen Innungsfahnen aus allen Teilen des Landes Aufstellung genommen. Flankiert wurden sie vom traditionsreichen Kaminkehrerchor der Innung Oberpfalz unter der Leitung von Josef Frischholz aus Weiden. Der Chor, den Josef Heindl vor 32 Jahren gegründet hatte und der regelmäßig in Gottesdiensten und Seniorenheimen singt, verlieh der Messe ein kraftvolles musikalisches Fundament

Als Ehrengäste hieß Dekan Johannes Plank besonders den stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger sowie die Führungskräfte des Bundesverbandes willkommen. Das Thema der Tagung – „Heizen und Holz“ – sei hochaktuell und verbunden mit dem Dank für einen Beruf, der seit Jahrhunderten Sicherheit, Schutz und Gemeinschaft schenke. 

Dekan Plank, der die Festmesse mit Pater Joshy George Vadakkekara zelebrierte, wählte angesichts des vollbesetzten Gotteshauses einen humorvollen Einstieg für seine Predigt: „Wenn so viele Schwarze da sind, möchte ich auch schwarz gekleidet sein“, sprach’s und wechselte prompt sein weißes Messgewand gegen eine schwarze Soutane mit schwarzem Birett. Es gebe zwischen Seelsorge und Kaminkehrerhandwerk mehr Gemeinsamkeiten als nur die traditionell schwarze Kleidung ausgehend von deren Alltag: „Alles, was Sie tun, heißt, für den richtigen Zug zu sorgen.“ Im Regelfall nehme der Mensch es als selbstverständlich hin, dass der Kamin zieht, das Feuer brennt, die Heizung läuft und man sich zuhause sicher fühlt. Erst wenn etwas nicht stimme, merke man, dass man jemanden brauche, der sich wirklich auskennt. Hier knüpfte Dekan Plank das Band zum Evangelium und zur Sendung der Christen. 

Auch wenn der Beruf des Kaminkehrers nicht direkt in der Bibel stehe, so passe das Wort Jesu: „Wir dürfen Licht verbreiten“ und somit für den richtigen Zug sorgen. Das populäre Bild des Kaminkehrers als Glücksbringer verdeutliche jenseits von Aberglaube zwischenmenschliches Tun im Alltag:  „Da verbindet sich Herz mit Herz. Die Geschichte vom Glücksbringer ist so zu deuten, dass ich dem Menschen, dem ich begegne, ein wenig von meinem Menschsein mitgebe.“ Jeder Einzelne habe die von Gott geschenkte Fähigkeit, dass göttliche Kraft spürbar in die Welt hineinstrahlt.

Am Ende des Gottesdienstes folgte ein historischer Moment: die feierliche Segnung der ersten Fahne des Bundesinnungsverbandes. Der Dekan bat um Gottes Beistand für eine Berufsgemeinschaft, die von Frieden, Kollegialität und Hilfsbereitschaft geprägt ist.  

Handwerklicher Stolz

Bei dem vom niederbayerischen Innungsobermeister Holger Frischhut perfekt organisierten Gottesdienst war spürbar: Das Banner ist geweihtes Zeichen christlicher Werte im Handwerksalltag – ein lebendiges Zeugnis, dass handwerklicher Stolz und Gottes Segen untrennbar zusammengehören.

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Kommentar: Krasse Uninformiertheit https://www.katholische-sonntagszeitung.de/kommentar-krasse-uniformiertheit-618075/ Wed, 17 Jun 2026 07:00:46 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=618075

In einem Positionspapier zum Abtreibungsparagrafen 218 hat die kfd das ungeborene Leben als schutzwürdig anerkannt und zugleich das Recht der Frau auf Gewissensfreiheit, Würde, körperliche Unversehrtheit und eine selbstbestimmte Entscheidung betont. Cornelia Kaminski, Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für alle (AlfA e.V.), blickt sehr kritisch auf diese Aussagen.

Das von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) vorgelegte Positionspapier zum Abtreibungs-Paragrafen 218 zeugt an zahlreichen Stellen von einer krassen Uninformiertheit. So firmiert die 2015 aus der Rezeptpflicht entlassene „Pille danach“ keineswegs unter den klassischen Kontrazeptiva. Rechtzeitig vor dem Eisprung eingenommen, kann sie diesen und damit eine Befruchtung verhindern. In allen übrigen Fällen wirkt sie jedoch frühabtreibend.

Falsch ist auch die Behauptung, das Lebensrecht des ungeborenen Kindes stehe in einem „Spannungsverhältnis zum Selbstbestimmungsrecht der Frau“. Mit Ausnahme von Vergewaltigungen sind auch ungeplante Schwangerschaften Folge selbstbestimmten Handelns.

Eine Liste mit Praxen und Krankenhäusern, die vorgeburtliche Kindstötungen durchführen, gibt es längst. Sie muss daher auch nicht erst „zugänglich gemacht werden“, wie im Papier gefordert. Die Liste findet sich auf dem Internetportal der Bundesärztekammer und auf dem des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Wer die im Positionspapier erwähnte ELSA-Studie gelesen hat, weiß auch: Es gibt keinen Versorgungsengpass bei Schwangerschaftsabbrüchen. 90 Prozent der befragten Ärzte führten weniger als einen Abbruch pro Tag durch. Von einer „Lücke“, die „dringend geschlossen“ werden müsse, kann also keine Rede sein.

Völlig absurd sind die Behauptungen, die das Papier über die deutsche Lebensrechtsbewegung aufstellt. Belege zu den erhobenen Vorwürfen, etwa Belästigung von Frauen vor Abtreibungseinrichtungen, fehlen. Im übrigen weisen Vokabular und Ton genau jene Aggressivität auf, die der Lebensrechtsbewegung unterstellt wird.

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Umweltfreundlich und kompakt: Ab sofort sieht Ihre Zeitung ein wenig anders aus https://www.katholische-sonntagszeitung.de/umweltfreundlich-und-kompakt-ab-sofort-sieht-ihre-zeitung-ein-wenig-anders-aus-618054/ Tue, 16 Jun 2026 13:13:56 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=618054

„Es läuft gerade ein Fingerprint“, erklärt Abteilungsleiter Markus Fleissner. Aha. Wer nun meint, die Katholische SonntagsZeitung und die Neue Bildpost würden künftig „per Hand“ oder gar mit den Fingern gedruckt, der liegt ganz falsch. Auch, dass ein „H“ 20 Tonnen wiegt, könnte Leser auf die falsche Fährte führen.

Aber der Reihe nach, am Ende steht eine hochmoderne Zeitung, die kompakter, handlicher, umweltfreundlicher und ressourcenschonender sein wird. Und, das ist ja das Wichtigste: die genauso gut geschrieben, recherchiert und bunt mit packenden Fotos gefüllt ist. Alles steht, wo es bisher stand, klar und übersichtlich.

Im Osten von Augsburg-Lechhausen, wo die Zentrale der Augsburger Allgemeinen Zeitung und die Produktionsorte von „PresseDruck“ in den Himmel ragen und zahlreiche Menschen ihren Lebensunterhalt erwerben, erwartet die Besucher von der Katholischen SonntagsZeitung und Neuen Bildpost ein ganz besonderer Moment: Das neue Format unserer Zeitungen wird erstmals zur Probe produziert – auf jener supermodernen Druckmaschine, die nach mehrjähriger Vorbereitung seit Januar bei laufendem Betrieb aufgebaut wurde.

Chefredakteur Johannes Müller (links), der Technische Leiter von „Presse-Druck“ Andreas Ullmann (rechts) und Abteilungsleiter Markus Fleissner freuen sich über den erfolgreichen „Fingerprint“.

© Foto: SUV/Banner

Aufgebaut ist das richtige Wort, denn allein ein „H“ – so benannt nach dem jeweils raumgroßen Druckturm, in dem das Papier der riesigen Offset-Druckmaschine läuft – wiegt 20 Tonnen. 27 Lastwagen waren für die Anlieferung notwendig. Schichtleiter Christian Cordhilgenkamp, der mit vier Kollegen gerade im Dienst ist – es wird nahezu rund um die Uhr gedruckt –, kann die Vorzüge der neuen Maschine nicht genug loben. Nur, wenn einmal das in riesigen Rollen angelieferte Papier reißen sollte, müssen er und seine Männer per Hand eingreifen.

Ansonsten überwachen und kontrollieren sie den Ablauf der vollautomatischen Druckvorgänge, bei denen auch der Farbbedarf mitgesteuert wird. Der Druckerberuf, bei dem einstmals den Beschäftigten sogar Milch verabreicht wurde, um sie vor Bleivergiftung zu schützen, hat viel von seinen abschreckenden Seiten verloren. Indes: Die Verantwortung für das fertige Produkt nimmt den Männern niemand ab.

Das Portfolio von „Presse-Druck“ umfasst neben der Augsburger Allgemeinen und der Katholischen SonntagsZeitung, deren vier Ausgaben jede Woche in etwa zweieinhalb Stunden über die riesige Anlage mit ihren automatisch nachgeführten Druckplatten bis zur fertigen Verpackung rattern, weitere Wochenzeitungen, Anzeigenblätter, Sonderbeilagen und Prospekte. Dass die digitale Technik den Medienmarkt schwer verändert, spürt man auch hier.

„Aufbruchsstimmung“

Trotzdem, so betont Andreas Ull­mann, der Technische Leiter bei „Presse-Druck“, wollte man bewusst ein Zeichen für die Zukunft der Druckmedien setzen, als die Entscheidung für die viele Millionen Euro umfassende Investition fiel. Die Zeitersparnis durch die „Riesen­umstellung“ ist dabei nur ein Aspekt: Wofür früher 15 Minuten nötig waren, das lässt sich jetzt in vier Minuten bewerkstelligen.

Ein ganz großes Plus der neuen Druckmaschine: Sie schont die Umwelt und spart Ressourcen und Energie. „Wir drucken mineralöl­frei“, erklärt Abteilungsleiter Fleissner nicht ohne Stolz. Das neue Verfahren habe auch bei den Mit­arbeitern, die dafür geschult wurden, eine „Aufbruchsstimmung“ erzeugt. Da sei es höchste Zeit gewesen, dass endlich mal ein erstes Produkt vom Band läuft: eben jener „Fingerprint“ – ein Probelauf – der Katholischen SonntagsZeitung. Genau zur gleichen Zeit läuft auf der alten Maschine noch die aktuelle Ausgabe im bekannten Format.

Legt man die Ausgaben nebeneinander, fällt auf: Die Farbfotos fügen sich künftig noch etwas besser in die Texte ein – „klarer, offener“, murmeln die Drucker zufrieden. Die Rot- und Blautöne wirken etwas leichter. Und das Papierformat ist etwas anders: Während die alte Maschine nur „Rheinisches Format“, das minimal größer ist, konnte, geht es nun ins handlichere, kompakte „Berliner Format“. Für die gefaltete Katholische SonntagsZeitung und Neue Bildpost wird entsprechend aus dem halben „Rheinischen“ das halbe „Berliner“ Format.

Vollgepackt mit Inhalt
Das heißt in Druckerkreisen auch „Tabloid“ und gilt als das modernste und für Wochen- und Sonntagszeitungen am besten geeignete. „Tabloid“ kommt aus dem Englischen und leitet sich vom Begriff für Tablette ab. Eine solche Zeitung ist also wie eine Arznei mit Heilstoffen besonders dicht mit Nachrichten und Unterhaltung vollgepackt.

Das kompaktere Format hat einen sehr erfreulichen Zusatzeffekt: Es nützt der Umwelt und dem Schutz des Klimas. Um rund 20 Prozent reduziert sich der Verbrauch an Papier, wozu auch die bessere Ausnutzung der Druckfläche beiträgt. Entsprechend geht der Bedarf an Farbe zurück.

Zudem stammt das Papier zu mindestens 85 Prozent aus dem Recycling. Die Drucker haben deshalb eine eigene Meinung gegenüber dem angeblich so altmodischen Medium Zeitung. Es verbraucht beim Lesen keinen Strom. Nichts blinkt, flackert oder muss gedrückt werden. Stattdessen entsteht ein echter Ruhepol voller Information.

Die Produktion der strom­intensiven „modernen“ Kommunikationsmittel, zum Beispiel Smartphones, ist weit umweltschädlicher und belastet besonders in ärmeren Ländern massiv die vorhandenen Ressourcen, etwa an Seltenen Erden.

In den Farbtönen wird der Druck noch etwas heller und differenzierter. „Klarer, offener“, sagen die Drucker.

© Foto: SUV/Banner

Für Geschäftsführerin Ruth Klaus vom Sankt Ulrich Verlag war der Umweltaspekt ein gewichtiges Argument bei der Umstellung: „Gerade als kirchliches Unternehmen wollten wir hier im Sinne der Enzyklika Laudato si’ mit gutem Beispiel vorangehen“, erklärt die langjährige Medienmanagerin. „Aus diesen Gründen ist auch die künftige digitale Ausgabe so wichtig. Mit ihrer Barrierefreiheit eröffnet sich auch benachteiligten Menschen verstärkt der Zugang zu unseren Inhalten.“

Chefredakteur Johannes Müller – er und Kollegen in der Redaktion erleben gerade den dritten „Relaunch“ (so nennen die Experten die Umgestaltung) – ist zuversichtlich: „Unsere katholischen Leser sind treue Leser.“ Um diese Treue nicht zu entäuschen, wurde in wochenlangen Besprechungen mit den Grafik- und Layout-Experten des Sankt Ulrich Verlags großer Wert auf gewohnte Platzierung und übersichtliche Gestaltung gelegt. Diese unterstützen auch viele kirchliche Häuser, Orden, Kindertagesstätten und diö­zesane Einrichtungen bei der Herstellung von Kommunikationsmitteln.

Schwungvolle Schriftart

Ein echtes Schmuckstück: die künftige Hauptschrift bei Reportagen, Berichten und Kommentaren. Die „Garamond“ wird durch die schwungvolle „Minion“ ersetzt. Die journalistische Qualität bleibt auf dem gleichen hohen Niveau. Aus dem „Fingerprint“, mit dem die neue Druckmaschine nun Premiere hatte, wird mit Nummer 25 zum 20./21. Juni Wirklichkeit für die Leser in den Bistümern Augsburg und Regensburg, in Deutschland bis weit hinaus in ferne Länder.

Dass alles gut gelingt, hängt wie bei jedem Unterfangen nicht zuletzt von dem ab, bei dem – wie es im Johannesevangelium heißt – am Anfang das Wort war. Deshalb wird Bischof Bertram Meier, Augsburger Oberhirte und Weltkirchebischof der Deutschen Bischofskonferenz, am 29. Juni bei einer ökumenischen Feier für die neue Druckmaschine den Segen Gottes erbitten. 

red

 

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