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Große Sorge für die Zukunft

Caritas bittet um Unterstützung für die Ukraine

AUGSBURG – „Wir müssen uns in den Pfarrgemeinden, in den Landkreisen und Städten wie auch im ganzen Bistum gut auf die sozialen und wirtschaftlichen Folgen des russischen Krieges gegen die Ukraine vorbereiten. Wir werden bereitstehen müssen, da wir viele Flüchtlinge erwarten und weil die nun notwendigerweise getroffenen wirtschaftlichen und finanziellen Boykottmaßnahmen insbesondere die Menschen auch bei uns treffen werden, die ohnehin schon unter und knapp an der Armutsgrenze in Deutschland leben. Die Caritassammlungsaktion vom 13. bis 20. März 2022 ist eine sehr gute Gelegenheit, ausreichend Spenden dafür zu sammeln, damit wir alle gemeinsam den Menschen gut, schnell und unkompliziert helfen können. Entfalten wir als Christen unsere Stärke als die, die nie den Menschen in Not vergessen.“ Mit diesem Appell richtet sich nun der Augsburger Diözesan-Caritasdirektor Domkapitular Dr. Andreas Magg an die Öffentlichkeit und die Pfarrgemeinden.

Der Caritasverband für die Diözese Augsburg e. V. hat vor Monaten die Sammlungskampagne mit dem Plakatmotiv „Das Leben ist eine einzige Sch…“ vorbereitet. Darin wollte die Caritas auf die vielfältige Not und so erschütternden Belastungen insbesondere von Kindern in suchtbelasteten Familien hinweisen. Auch Menschen in Armut, die nichts anderes im Leben als Ablehnung und Ausgrenzung erfahren hatten, wollte man damit eine Stimme geben. „Das dieser Satz jetzt angesichts der russischen Invasion eine völlig neue Bedeutung gewinnen könnte, hätte ich mir niemals vorstellen können“, so der Caritasdirektor.  „Aber die Aufforderung der Caritas bleibt bestehen: Wir müssen uns dem Dunklen im Leben stellen, ihm eine Stimme geben und darauf die Antwort der tätigen voraussetzungslosen Nächstenliebe für Menschen egal in welcher Not geben. Nächstenliebe ist Friedenseinsatz!“

Die Pfarrgemeinden haben bei der Caritassammlung vielfältige Möglichkeiten vor Ort zu entscheiden, wie sie das ihnen zustehende Drittel der Sammelergebnisse verwenden können. Die Caritasverbände in den Landkreisen sind auf ihr Drittel der Sammlung angewiesen, weil sie oft und schnell direkte Hilfen ausreichen können, um unmittelbar Not kurzfristig einfangen zu können, bevor sie mit ihren nachhaltigen Hilfen der Armutsbekämpfung auch durch Beratung grundlegend helfen können.   Der Caritasverband für die Diözese Augsburg e. V. nutzt das ihm zustehende Drittel aus der Sammlung für Soforthilfen auch im Rahmen der Flüchtlingshilfe. Soziale Not hat immer auch andere Nebenwirkungen wie psychische Erkrankungen und Suchterkrankungen. Auch dafür verwendet der Diözesan-Caritasverband das ihm zustehende Drittel aus der Caritassammlung.

pca

25.02.2022 - Bistum Augsburg , Hilfswerke , Krieg