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Dorothea Leopold kandidiert erstmals für Pfarrgemeinderat

Gemeindeleben neu aufbauen

KRUMBACH – Zehn Namen stehen auf der Kandidatenliste der Krumbacher Pfarrgemeinde Maria, Hilfe der Christen. Unter den Bewerbern, die sowohl altersmäßig von der Schülerin bis zum Rentner als auch beruflich ein breites Spektrum abdecken, befindet sich auch Dorothea Leopold, die am 20. März erstmals kandidiert.

„Ich bin in Bobingen geboren, in Gabelbach aufgewachsen und habe in Augsburg studiert“, erzählt Dorothea Leopold (47). „Ich bin Hausfrau, verheiratet und habe drei Kinder zwischen zwölf und 21 Jahren.“ Am 24. Dezember 2000 ist sie in Krumbach eingezogen. Mit ihrer Familie wohnt sie unweit der Pfarrkirche Maria Hilf „gleich hier ums Eck“.

Wie ihr Mann Martin engagierte sich auch Dorothea Leopold im Vorstand der Sektion Krumbach im Deutschen Alpenverein (DAV). Sie wirkte mehr als sieben Jahre lang als Jugendreferentin. Aber auch die Mitarbeit in der Pfarrgemeinde ist für sie kein Neuland, denn „vor zehn Jahren haben Frau Dr. Kastner und ich ein Konzept für die Kommunion – und Firmvorbereitung entwickelt“. Aktuell ist Dorothea Leopold in Abstimmung mit Pfarrer Georg Schneider, mit Diakon Professor Rupert Scheule und mit Simone Kastner für die komplette Firmvorbereitung und Koordination der 60 Firmlinge zuständig. 

„Jede Gemeinschaft braucht Mitarbeit“, sagt sie. Pfarrgemeinderatsvorsitzender von Maria Hilf Krumbach ist aktuell Stefan Natterer (45). Von Diakon Scheule gefragt, ob für sie eine Mitwirkung im Pfarrgemeinderat denkbar sei, erklärte sich Dorothea Leopold bereit, erstmals zu kandidieren. „Auch eine Pfarrgemeinde lebt davon, welche Personen sich zugehörig fühlen und auf welche Weise sie ihre verschiedenen Talente einbringen können.“ Gerne wolle sie das mit einbringen, was sie zu einem blühenden Gemeindeleben beitragen könne. 

Zwar müsse sie sich erst einmal in der Arbeit im Pfarrgemeinderat zurechtfinden, aber mit einer positiven Grundeinstellung sei dies gewiss zu bewältigen. „Es braucht halt die richtigen Leute am richtigen Platz“, betont Dorothea Leopold, die dazu beitragen möchte, das Gemeindeleben von Maria Hilf auf ein gutes Fundament zu stellen. 

Dass sich die katholische Kirche in Deutschland gegenwärtig in einer sehr schwierigen Situation befindet, ist auch der dreifachen Mutter bewusst. Diese Krise sei ihrer Meinung nach auch durch Strukturen begünstigt worden, für die kein Kontrollegremium von außen zuständig gewesen sei. „Und schwarze Schafe stechen leider bekanntlich mehr aus der Herde heraus als die weißen.“ Umso wichtiger sei es jetzt, das Leben in der Pfarrgemeinde neu aufzubauen und auch auf die vielen Menschen zuzugehen, „die früher aktiv waren und wieder reaktiviert werden können“.

Besonders am Herzen liegt Dorothea Leopold die Kinder- und Jugendarbeit. Gemeinsame Feiern und vielleicht auch eine Belebung der Theatergruppe könnten ihrer Überzeugung nach dabei helfen, „dass sich Kinder und Jugendliche in der Kirche wieder willkommen fühlen“. Wenn es gelinge, dies zu gewährleisten, ist sie sich sicher, „dass dann auch die Glaubensvermittlung wieder klappt“. 

Für den Pfarrgemeinderat kandidiert Dorothea Leopold auch, weil sie der Überzeugung ist, dass es heutzutage besonders wichtig sei, die Pfarrer bei ihren vielfältigen Aufgaben zu entlasten. Sie wolle sich dafür einsetzen, dass die Pfarrgemeinde Maria, Hilfe der Christen, sich zu einer heimeligen Gemeinschaft entwickle, in der sich Menschen aller Alters- und Berufsgruppen geborgen fühlen können.
Thomas Niedermair

27.02.2022 - Bistum Augsburg , Pfarreien