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Aufruf der Universität Erfurt:

Bildungserfahrungen von Christen aus der DDR gefragt

Für ein Forschungsprojekt zu Bildungsbiografien von Christen in der DDR ruft die Universität Erfurt zur Mithilfe auf. In Ostdeutschland geborene Menschen sollen dafür ihre Erinnerungen und Erfahrungen niederschreiben und den Wissenschaftlern zur Verfügung stellen. Es gehe um Erfahrungen bei Aus- und Weiterbildung, Schul- und Studienerlebnisse, Erinnerungen an Bildungsübergänge und alternative, nicht-staatliche Bildungsmöglichkeiten.

Die Verwirklichung individueller Bildungsvorstellungen stellte Christen in der DDR oftmals vor vielfältige Herausforderungen und Unabwägbarkeiten, heißt es in dem Aufruf. Viele von ihnen hätten sich mit Hindernissen und Verweigerungen konfrontiert gesehen, aber auch Ermöglichungen und gewährten Umwegen. Manche berichteten demnach von lebensprägenden Benachteiligungen, andere hingegen schilderten "unbekümmerte Bildungspfade".

Das am Lehrstuhl für Kirchengeschichte der Katholisch-theologischen Fakultät angedockte Projekt ist Teil eines Verbund-Forschungsprojekts der Universität Erfurt in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Stiftung Ettersberg und der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte. Es trägt den Titel "Diktaturerfahrung und Transformation: Biografische Verarbeitungen und gesellschaftliche Repräsentationen in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren".

KNA

23.09.2020 - Christentum , DDR , Forschung