Messenger-Dienste bei Jüngeren beliebter als Telefonieren (Dienstag, 20. März 2018 16:47:00) / Buntes / Katholische Sonntagszeitung

Täglich genutzt

Messenger-Dienste bei Jüngeren beliebter als Telefonieren

Handy-Nachrichten-Apps wie WhatsApp, Facebook-Messenger oder Threema haben dem klassischen Telefonat bei den jüngeren Deutschen den Rang abgelaufen. Zwar sind neben solchen Messenger-Diensten das Telefon sowie E-Mails weiterhin die am häufigsten genutzten Kommunikationsformen, wie aus einer am Montag von der Gesellschaft für deutsche Sprache vorgestellten Studie hervorgeht. Doch bei den Kommunikationsgewohnheiten gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

Bei den unter 35-Jährigen nutzt nach den Angaben fast jeder Befragte fast täglich Messenger-Dienste, während Telefonate in dieser Altersgruppe seltener geführt werden. Die Befragten ab 35 Jahren nutzen hingegen noch deutlich häufiger das Telefon. Während generell bei der Kommunikation mit den Eltern, Großeltern sowie den beruflichen Kontakten am ehesten das Telefon genutzt wird, haben die Messenger-Dienste im Austausch mit Freunden die größte Bedeutung.

Mit ihrem Partner sowie ihren Geschwistern treten die Befragten laut Umfrage in gleichem Maße über Telefon und Messenger-Dienste in Kontakt.

Nur wenige Befragte (7 Prozent) machen regelmäßig, also mindestens einmal pro Woche, ein fotografisches Selbstporträt und schicken es anderen Personen. 17 Prozent versenden ein- oder mehrmals im Monat „Selfies“ an die Familie oder Freunde. 43 Prozent machen und verschicken seltener als einmal pro Monat Selfies, 33 Prozent gar nicht.

Des Weiteren zeigt die Untersuchung, dass Sprachnachrichten immer beliebter werden und Emojis, also vorgefertigte Smileys, den aus Kombinationen von Buchstaben, Satz- und Sonderzeichen bestehenden Emoticons den Rang abgelaufen haben.

Im Auftrag der Gesellschaft für deutsche Sprache befragte forsa für die repräsentative Studie „Kommunikation in der digitalen Welt“ im Januar 2.001 Internetnutzer zwischen 14 und 60 Jahren.

KNA

20.03.2018 - Jugend