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Jetzt amtlich

Es gibt nur ein Münchner "Oktoberfest"

Das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) hat den Begriff "Oktoberfest" eingetragen und damit unter Schutz gestellt. Das teilte die Stadt München am Mittwoch mit. Ein von der bayerischen Landeshauptstadt vor fünf Jahren initiiertes Verfahren sei damit erfolgreich abgeschlossen. Europaweit könne sich München nun gegen die Verwendung der Marke "Oktoberfest" in 22 sogenannten Waren- und Dienstleistungsklassen wehren und verhindern, dass Missbrauch auf Kosten der weltbekannten Münchner Veranstaltung und deren Qualitätsanspruch getrieben werde.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) zeigte sich zufrieden. "Nun ist rechtlich fixiert, was für mich schon lange gilt: Es gibt nur ein Oktoberfest und zwar das in München." Wirtschaftsreferent und Wiesnchef Clemens Baumgärtner erklärte: "Ich begrüße, dass eine Münchner Tradition nun umfassend geschützt ist."

Coronabedingt musste das weltbekannte Münchner Oktoberfest 2020 und 2021 ausfallen. Zuletzt besuchten 2019 rund 6,3 Millionen Menschen die Wiesn. Sie tranken 7,3 Millionen Maß und verzehrten unter anderem 124 Ochsen und 29 Kälber. Das Volksfest findet normalerweise jährlich auf der 42 Hektar großen Theresienwiese inmitten der bayerischen Landeshauptstadt statt. Spitzenreiter der Gäste aus dem Ausland sind Amerikaner und Briten. Am Anfang der Tradition, aus dem sich das Volksfest entwickelte, stand 1810 ein Pferderennen zu Ehren der Hochzeit des bayerischen Kronprinzen und späteren Königs Ludwig I. mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen.

KNA