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"Flimmo" gibt TV-Tipps

Neuer Eltern-Ratgeber zu Shows wie "DSDS" und "Bachelor"

Der Programmratgeber "Flimmo" hat für Eltern Tipps zu den neuen Staffeln von "Dschungelcamp", "Bachelor" und "DSDS" zusammengestellt. Eigentlich seien diese Formate nicht für Kinder gedacht, teilten die Herausgeber am Montag in München mit. Doch die mediale Aufmerksamkeit dafür sei groß und mache auch junge Zuschauer neugierig.

Vieles sei zudem leicht über Youtube, Mediatheken oder Apps abrufbar. "Und Kinder wollen auch mitreden, wenn auf Social-Media-Kanälen oder dem Schulhof über die neuesten Peinlichkeiten und Fehltritte gelacht wird." Eltern sollten das Schauen dieser Sendungen dennoch nicht einfach erlauben.

Problematisch am "Dschungelcamp" könnten etwa die häufigen Streitereien, intime Geständnisse oder ekelige Prüfungen sein. "Es gibt Elemente, die Kinder überfordern, verunsichern oder ängstigen können. Unabhängig vom Alter sind solche Inhalte für Kinder nicht geeignet." Beim "Bachelor" werde "ein fragwürdiges, überkommenes Frauenbild vermittelt". Aus pädagogischer Sicht gebe es also problematische Aspekte. "Eltern sollten im Blick behalten, wie Kinder damit umgehen und gegebenenfalls gegensteuern."

Bei "DSDS" scheine sich derweil im Vergleich zu früheren Staffeln mit dem zwischenzeitlich ausgestiegenen Juror Dieter Bohlen der Ton geändert zu haben. "Flimmo" werde die weiteren Folgen dazu beobachten.

"Flimmo" ist ein Projekt des Vereins Programmberatung für Eltern. Mitglieder sind zehn Landesmedienanstalten, die Stiftung Medienpädagogik Bayern und das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen. Umgesetzt wird "Flimmo" vom Münchner "JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis".

KNA

01.02.2022 - Jugend , Kinder , Medien