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Auf Anraten des Pfarrers

US-Schule verbannt Harry-Potter-Bücher

Eine katholische Schule im US-Bundesstaat Tennessee hat sämtliche Werke der Buchreihe „Harry Potter“ aus den Regalen der Schulbücherei verbannt. Wie örtliche Medien berichteten, erfolgte der Schritt auf Anraten des Schulpfarrers Dan Reehil. Dieser habe mit mehreren Exorzisten in den USA und in Rom über die Bücher der britischen Schriftstellerin Joanne K. Rowling beraten, hieß es. Am Ende sei man zu dem Schluss gelangt, dass die in den Geschichten enthaltenen Flüche und Zaubersprüche ein Risiko für junge Leser darstellen könnten.

„Werden sie von einem Menschen gelesen, könnten so böse Geister heraufbeschworen werden“, zitiert die Zeitung „The Tennessean“ aus einer E-Mail von Pfarrer Reehil. Darum habe die St. Edward Catholic School in Nashville „Harry Potter“ vorsichtshalber aus dem Bestand der Bücherei aussortiert.

Das zuständige Bistum Nashville betonte in einer Stellungnahme, es gebe zu „Harry Potter“ keine offizielle Haltung der katholischen Kirche. Darum habe in diesem Fall der Schulpfarrer das letzte Wort. Die Buchreihe ist eine der erfolgreichsten aller Zeiten. Die sieben Bände wurden bereits in mehr als 80 Sprachen übersetzt, millionenfach verkauft und verfilmt.

KNA

05.09.2019 - Medien , Schule , USA