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Corona-Pandemie

Bischofskonferenz-Vorsitzender: Seelsorger frühzeitig impfen

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, fordert eine frühzeitige Impfung für Seelsorger. "Wir müssen diejenigen durch Impfung schützen, die besonders gefährdet sind und die wir jetzt in dieser Situation am meisten brauchen", sagte der Limburger Bischof.

Dazu gehören nach Bätzings Worten neben Beschäftigten in Pflege, Erziehung und Schulen auch Seelsorger, "die Dienst an den Menschen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen tun". Alle, die dort wirkten, um den Menschen nah zu sein, sollten in einem frühen Stadium eine Impfung bekommen.

Der Bischofskonferenz-Vorsitzende erinnerte daran, dass im ersten Lockdown Menschen ohne Begleitung sterben mussten; das sei "etwas Schreckliches". Nun sei man durch die Neuregelung der Infektionsschutzbestimmungen in einer anderen Lage. "Eine Situation, dass ein Mensch alleine sterben muss - das darf nicht wieder vorkommen", mahnte Bätzing.

Dort, wo schwerstkranke Covid-19-Patienten behandelt würden, zwinge das Virus allerdings zum Teil zu schwer erträglichen, schmerzhaften Ausnahmesituationen, wo Angehörige Sterbende nicht begleiten dürften, sagte der Bischof. "Wir müssen uns darauf verlassen, dass diese Patienten, die oft bereits im Koma liegen, in ihren schwersten Momenten Halt bei ihren Ärzten und Pflegekräften finden." Seelsorger müssten sich in solchen Fällen besonders um die Angehörigen kümmern. "Für sie bedeutet ein solches Sterben ein ungeheures Opfer. Es ist ein Verlust der letzten Momente mit einer lieben Person."

KNA

30.11.2020 - Bischöfe , Corona , Seelsorge