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Bistum Trier:

Ford-Entscheidung bitter für das Saarland

Als bitter für das gesamte Saarland bezeichnet der Trierer Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg die Entscheidung des Ford-Konzerns gegen den Standort Saarlouis. Der Automobilhersteller hat angekündigt, seine Elektro-Auto-Modelle in Valencia produzieren zu lassen. Von einer Werksschließung in Saarlouis sind rund 6.000 Arbeitsplätze betroffen.

Plettenberg erklärte, die katholische Kirche stehe solidarisch an der Seite der Beschäftigten. Alle, die sich um ihren Arbeitsplatz und Lebensunterhalt sorgten, könnten sich an Seelsorger der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) wenden. Auch Beratungsstellen des Bistums und Dienste der Caritas ständen allen offen. Wichtig seien sozialer Zusammenhalt und Solidarität.

Die KAB zeigte sich "bestürzt, enttäuscht und auch wütend". Der KAB-Saar-Vorsitzende Alfred Staudt kündigte an, gemeinsam mit Betriebsrat, Belegschaft und Gewerkschaft für den Standort Saarlouis zu kämpfen.

Notwendig sei eine ökologische und ökonomische Umstrukturierung zum Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen und Industriestruktur. Ziel sei es, "einen Zukunftspakt für den Standort über 2025 hinaus zu schmieden". Zehn Jahre nach dem "schmerzhaften Ende des Kohle-Bergbaus darf und wird es kein Ende des Industriestandortes Saarlouis geben".

KNA

24.06.2022 - Bistum , Seelsorge , Wirtschaft