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Angehörige entlasten

Bundeszentrale veröffentlicht Entscheidungshilfe für Organspende

Die bewusste Entscheidung für eine Organspende fällt vielen Menschen nicht leicht. Wer unsicher ist, ob er nach seinem Tod seine Organe für andere Menschen zur Verfügung stellen will, für den hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nun eine neue Entscheidungshilfe veröffentlicht. Die Broschüre "Entscheidungshilfe Organ- und Gewebespende" soll helfen, die eigenen Bedürfnisse und Einstellungen zur Organ- und Gewebespende zu erkennen und für sich zu bewerten.

"Meist stellt sich die Frage nach einer Organ- und Gewebespende sehr plötzlich", erklärt der Kommissarische Direktor der BZgA, Martin Dietrich. "Ohne eine zuvor getroffene Entscheidung müssen Angehörige über eine mögliche Spende entscheiden - eine belastende und oftmals überfordernde Situation." Wenn die Entscheidung jedoch schon zu Lebzeiten getroffen werde, würden dadurch die Angehörigen erheblich entlastet.

Aktuelle BZgA-Studiendaten zeigten, dass 36 Prozent der Befragten zwischen 14 und 75 Jahren noch keine Entscheidung zur Organ- und Gewebespende getroffen haben. Hauptgrund für die fehlende Entscheidung ist demnach, dass sich die Menschen bisher nicht oder nur wenig mit dem Thema auseinandersetzen. Oftmals seien auch nicht alle Entscheidungsmöglichkeiten zur Organ- und Gewebespende hinlänglich bekannt.

Bei der Entscheidung gebe es "kein Richtig oder Falsch", betont Dietrich und rät: "Informieren Sie sich, um herauszufinden, was Ihnen persönlich wichtig ist. Besprechen Sie sich mit Familie und Freunden und treffen Sie Ihre persönliche Entscheidung."

KNA

Broschüre als PDF-Download:

https://shop.bzga.de/entscheidungshilfe-zur-organ-und-gewebespende/