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Generalaudienz im Vatikan

Franziskus: Es gibt kein Christentum ohne Gnade

Papst Franziskus hat die große Bedeutung der Barmherzigkeit für den christlichen Glauben betont. "Es gibt kein Christentum ohne Barmherzigkeit", sagte er am Mittwoch bei seiner Generalaudienz im Vatikan. Wegen der Corona-Krise wurde seine Ansprache erneut aus der Bibliothek des Apostolischen Palastes über kirchliche TV-Sender und Internetportale übertragen. Der Petersplatz ist derzeit gesperrt.
Das Kirchenoberhaupt setzte seine Reihe über die Seligpreisungen aus der Bergpredigt Jesu fort. Diesmal ging es um die Aussage: "Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden." In diesem Zusammenhang erinnerte der Papst daran, "dass wir ausnahmslos alle auf Vergebung und Geduld angewiesen sind". Diese würden uns nur in dem Maße zuteil, in dem wir bereit seien, anderen zu vergeben.
An Ende seiner Audienz rief Franziskus trotz der aktuellen Widrigkeiten zur Teilnahme an der weltweiten Gebetsinitiative "24 Stunden für den Herrn" auf. Dies sei eine gute Gelegenheit, um für die Betroffenen der Pandemie zu beten. Die für Freitag und Samstag geplante Aktion könne in etlichen Ländern - wie in Italien - zwar nicht auf die übliche Weise stattfinden. Anderswo sei es aber möglich, "die schöne Tradition fortzusetzen". Bei der 2014 von Franziskus angeregten Initiative laden Gemeinden für 24 Stunden zu Andacht, Gebet, Beichte und Gottesdienst in ihre Kirche ein.

KNA

18.03.2020 - Christentum , Papst , Vatikan