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Chanukka

Israel und Vatikan feiern gemeinsam jüdisches Lichterfest

Die israelische Botschaft am Heiligen Stuhl hat gemeinsam mit der Vatikan-Komission zum Dialog mit dem Judentum das jüdische Chanukka-Fest begangen. Zum Start des achttägigen Lichterfests wurde in der Bibliothek des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen die erste Kerze auf dem Chanukka-Leuchter entzündet.

Nach Botschaftangaben vom Mittwoch nahmen an der Zeremonie am Vortag Israels Vatikanbotschafter Oren David, der Leiter der Vatikan-Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum Kurienkardinal Kurt Koch sowie eine Delegation des Internationalen jüdischen Komitees für interreligiöse Beziehungen unter Führung des Rabbiners Daniel Polish und die Leiterin der jüdischen Gemeinde Roms, Ruth Dureghello, teil.

Das Chanukka-Fest erinnert an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels 164 vor Christus in Jerusalem durch Judas Makkabäus, nachdem das Gotteshaus von syrisch-hellenistischen Eroberern durch "Götzendienst" und griechische Götterstatuen und Symbole entweiht worden war. Das Fest erinnert somit auch an den Sieg des jüdischen Volkes über die griechischen Besatzer.

Rund zwei Jahre hatten die Makkabäer gegen die Besatzer gekämpft. Als sie dann den Tempel wieder in Besitz nehmen konnten und die Menorah, den traditionellen siebenarmigen Leuchter, anzünden wollten, fanden sie lediglich geweihtes Öl für einen Tag vor. Laut einer Legende des Talmud brannte die Menorah jedoch acht Tage lang. In Erinnerung an dieses Wunder wird in jüdischen Häusern und Synagogen während des Lichterfestes jeden Abend eine neue Kerze am neunarmigen Chanukka-Leuchter entzündet.

KNA