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Streit um Weihnachten

Koptenpapst Tawadros unterstützt US-Metropoliten

Im Streit um das Datum des Weihnachtsfestes unterstützt Koptenpapst Tawadros II. die Haltung des koptisch-orthodoxen Metropoliten von Los Angeles, Bischof Serapion. Es gebe unterschiedliche Bedürfnisse, auf die die Kirche eine Antwort haben müsse, sagte er laut einem Bericht des koptisch-ägyptischen Nachrichtenportals „Watani“.

Serapion hatte mit einer Ankündigung für Kritik gesorgt, seinen Gemeinden in diesem Jahr zusätzliche Weihnachtsfeiern am 24. und 25. Dezember zu gestatten - „unter der Bedingung, dass eine pastorale Notwendigkeit besteht“ und ohne Unterbrechung des adventlichen Fastens. Am eigentlichen Weihnachtstermin, der nach dem koptischen Kalender auf den 29. Kiahk (7. Januar) fällt, sei festzuhalten.

Serapion reagierte damit auf Probleme koptischer Christen in der Diaspora, wo der 7. Januar ein gewöhnlicher Arbeitstag ist. Die Geistlichen seiner Diözese unterstützten die Entscheidung.

Die Kirche habe in allen Zeiten eine Vielseitigkeit bei Antworten auf pastorale Bedürfnisse praktiziert, erklärte Koptenpapst Tawadros II. den Angaben zufolge. Er erinnerte Kritiker demnach an die biblische Aussage, dass der Schabbat für den Menschen da sei, und nicht der Mensch für den Schabbat. Entsprechend seien Liturgien für den Menschen gemacht, nicht umgekehrt.

KNA