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Friedensprozess in weiter Ferne

Patriarch erwartet nach Israel-Wahl kaum Änderungen für Christen

Der Ausgang der jüngsten Parlamentswahlen in Israel wird nach Einschätzung des Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, für die Christen im Heiligen Land kaum Auswirkungen haben. "Ich sehe jedenfalls keine großen Veränderungen voraus", sagte der italienische Ordensmann auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Für unwahrscheinlich hält Pizzaballa auch, dass der Ausgang der Wahl Auswirkungen auf Tourismus und Pilgerwesen oder auf die Arbeit von sozialen und Menschenrechtsgruppen haben werde. Das Leben werde wie gewohnt weitergehen; "es sei denn, es passiert etwas Großes", etwa im Iran oder der Ukraine. Es "sei zu früh" für konkrete Äußerungen zum Wahlergebnis, da die Regierungsaufstellung noch nicht bekannt sei.

Pessimistisch zeigte sich der Kirchenführer mit Blick auf den Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern. "Seit Jahren gibt es keinen Friedensprozess und keine Verhandlungen mehr, und in den nächsten Jahren wird es sicher keine Wiederaufnahme geben", sagte Pizzaballa.

KNA

08.11.2022 - Israel , Nahost , Wahlen