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Nach 25 Jahren Schweigen

Riesenorgel des Wiener Stephansdoms wieder in Betrieb

Nach 25 Jahren Schweigen ist die erneuerte Riesenorgel im Wiener Stephansdom wieder in Betrieb. Sie wurde einer letzten Prüfung unterzogen und die offizielle Benutzungsbewilligung unterzeichnet, wie die Presseagentur Kathpress berichtet. Kardinal Christoph Schönborn will das Instrument bei einem Gottesdienst am 4. Oktober einweihen; anschließend findet ein erstes Konzert statt. Mit 185 Registern und rund 12.500 Pfeifen ist die neue Domorgel die größte in Österreich. Geplant war die Inbetriebnahme bereits im Juni, musste aber coronabedingt verschoben werden.

Beim Brand des Stephansdoms im April 1945 wurde die damalige Walcker-Riesenorgel zerstört. Ab 1956 erbaute Johann Kauffmann eine neue Orgel mit vier Manualen, 125 Registern und 10.000 Pfeifen. Sie wurde im Oktober 1960 eingeweiht und tat 30 Jahre ihren Dienst, bevor sie vor 25 Jahren verstummte. Im November 2017 startete ein Verein eine Spendenkampagne für eine Erneuerung. Den Zuschlag erhielt die Orgelbauwerkstatt Rieger aus Schwarzach in Vorarlberg. Unter anderem wurden die Register neu aufgestellt. Ein Großteil der alten Orgelpfeifen wurde gesäubert beim Wiederaufbau in ein neues Klangkonzept integriert.

KNA