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Ein Weg zurück ins Leben

Trauer hat viele Gesichter. Manche Menschen verbergen ihre Trauer lieber, um den Alltag zu meistern. Dabei leiden sie oft und der Schmerz wird nicht weniger. Doch wie kann Normalität überhaupt funktionieren, wenn jemand einen großen Verlust erleiden musste? 

Abstand finden, in wunderschönen Naturlandschaften sich selbst und seiner Trauer Raum geben und dabei durch Berge und Täler wandern. Mit diesem Ziel vor Augen organisierte die Björn Schulz Stiftung im Oktober 2019 ihre erste Trauerwanderreise. Sie wurde speziell für Menschen entwickelt, die eigene Verluste verarbeiten, zu sich kommen und Kraft tanken wollen.

Gemeinsam mit einer Trauerbegleiterin und einem Wanderführer startete die fünftägige Tour am Chiemsee in Bayern. Am ersten Tag waren es 20 Kilometer, begleitet von Dauerregen. Aber schon bald war dieser nebensächlich. 

Beim Wandern lernt man die Stille auszuhalten, man lernt seine Grenzen kennen und sie zu überschreiten. Natur kann heilsam sein. 

Jeder Tag beginnt mit einer kleinen Aufgabe und endet mit Gesprächen. Am „magischen“ dritten Tag der Wanderung spürt man bereits eine Veränderung. Die Körper haben sich an die physische Belastung gewöhnt und die Gedanken fließen freier. 

Am vierten werden die Grenze nach Österreich überschritten und auch eigene Barrieren überwunden. Die Gruppe ist sich einig: Wandern kann besondere Kräfte freisetzen. Gern wäre man noch weitergegangen, aber bereits jetzt wurden viele wichtige Denkanstöße gesetzt und neue Perspektiven gewonnen. Der erste Schritt auf dem Weg zurück ins Leben ist gemacht.

Unter dem Motto „Die Seele geht zu Fuß“ wird 2021 wieder eine Trauerwanderreise stattfinden. Diese soll von Kiefersfelden aus hoch über das Inntal bis zum Achensee führen.

Weitere Informationen:

https://bjoern-schulz-stiftung.de/akademie/trauerreise/

11.08.2020 - Anzeigen , Hilfswerke