Bistum Augsburg – Katholische Sonntagszeitung https://www.katholische-sonntagszeitung.de Wed, 02 Sep 2026 11:13:32 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 14 Kreuzwegstationen führen zu einer kleinen Kapelle am Kalvarienberg https://www.katholische-sonntagszeitung.de/14-kreuzwegstationen-fuehren-zu-einer-kleinen-kapelle-am-kalvarienberg-622446/ Sat, 12 Sep 2026 06:00:40 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=622446 SCHROBENHAUSEN – In Schrobenhausen führt nördlich vom Krankenhaus am Högenauer Weg ein Kreuzweg mit 14 Stationen den Kalvarienberg bergan. Er ist gut begehbar.

Kreuzwegstationen aus farbiger Keramik säumen den Pfad bis hinauf zur Kapelle der Schmerzhaften Muttergottes mit einem darüber stehenden großen Kreuz. Durch die Jahreszeiten bietet sich ein immer wechselndes Landschaftsbild durch die Bäume und das einfallende Licht im Laub: mal frühlingsgrün, mal herbstbunt, mal durch kahle Winteräste.

Lange Zeit war der Kreuzweg nicht gepflegt und völlig zugewachsen. Die 14 Kreuzwegstelen waren überwuchert, der Zugang zur Kapelle am Berg lange nur erschwert möglich. 

Ab 1845 stand hier bereits eine Dreier-Kreuzigungsgruppe, Jesus in der Mitte, zu seinen Seiten die Schächer auf dem Kalvarienberg. 1870 wurden die Kreuzwegstelen gesegnet, 1929 die Keramikbildnisse statt Vorgängermalereien eingefügt.

Engagierte Bürger

Der heutige Zugang über den Serpentinenweg ist das Ergebnis eines Bürgerengagements. Zu ihrem 150. Jubiläum im Jahr 2006 suchte die Kolpingfamilie Schrobenhausen mit dem damaligen Vorsitzenden Franz Mayer jun. nach einem Projekt, um etwas Bleibendes zu schaffen. Auf Anregung des damaligen Stadtpfarrers Josef Beyrer entschied man sich für die Sanierung der Kapelle zur Schmerzhaften Muttergottes. Das Projekt wurde größer als zunächst gedacht: Man wollte auch den alten Kreuzweg mit 14 Stationen freilegen und einen neuen, gut begehbaren Weg schaffen. 

Norbert Moser von der Kolpingfamilie, Bauingenieur Toni Bayerstorfer, Architekt Manfred Baierl, Josef Wenger vom Gartenbauverein mit zahlreichen Mitstreitern und helfenden Händen hatten sich eine Mammutaufgabe gestellt. Der Wegebau und  die Sanierung der Kreuzweg-Stelen sowie der Kapelle, deren feuchter Steinsockel von nässestauendem Putz freigeschlagen und trockengelegt wurde, verbanden alle Beteiligten des Bürgerprojekts in unzähligen Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Im Jahr 2008 wurde der Weg gebaut, die Kreuzwegstelen im Jahr 2011 restauriert und die Kapelle bis 2013 saniert.

Die 14 Stelen aus Eichstädter Jura-Kalkstein wurden nach Steinmetzvorgabe in sorgsamer Handarbeit mit milder Seifenlauge gereinigt. Die teils stark beschädigten Keramikbildnisse konnte Restaurator Stephan Klebel behutsam instandsetzen. Direkt vor Ort am Kalvarienberg behandelte er Abplatzungen der wenig haltbar gebrannten Keramiken. Die Künstler Steffi Laquai und Christoph Scholter unterstützen Klebel bei der Reinigung der Bildnisse und ergänzten Fehlendes mit einer Mischung aus Epoxidharz. Steinmetz René Kress schuf die geschwungene Stele, die bis heute am Kalvarienberg den Weganfang markiert, und das Steinkreuz am Berg.

Die 1937 erbaute Kapelle wurde denkmalgerecht saniert, das Dach gerichtet und vor der Türe eine Holzbank für die Gläubigen installiert. Die Madonna mit dem Schwert, das ihr bildhaft durchs Herz in die Seele dringt, wurde gereinigt und frisch restauriert.

Ein Kraftort

Heute, 20 Jahre später, kümmert sich Johanna Bernhardt um die Kapelle mit der Darstellung der Schmerzhaften Muttergottes, so wie früher schon ihre Mutter und ihre Großmutter. Einmal die Woche bringt sie Blumenschmuck, oft aus dem eigenen Garten, und sorgt für Ordnung. Die Kapelle ist für sie ein Kraftort. Den Weg pflegt die Stadt Schrobenhausen. Die Natur versucht sich an der Rückeroberung des Weges.

Restbestände der informativen Broschüre über die Kreuzwegsanierung sind über die Pfarrei Schrobenhausen erhältlich. Bestand hat auch die darin zu findende Einschätzung des damaligen Stadtpfarrers Beyrer zum Kreuzweg: „Es kommt nicht darauf an, alle Stationen durchzubeten. Der Kreuzweg ist ein betrachtendes Gebet. Jeder kann an der einen oder anderen Station etwas für sich entdecken, sein Thema finden.“ 

So mag es auch heute Spaziergängern, Angehörigen oder Patienten des nahen Krankenhauses oder Bewohnern des Seniorenheimes gehen, die dem Weg folgen.

Annette Zoepf

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Die Stauden auf dem Westendorfer Friedhof sind pflegeleicht und bienenfreundlich https://www.katholische-sonntagszeitung.de/die-stauden-auf-dem-westendorfer-friedhof-sind-pflegeleicht-und-bienenfreundlich-622428/ Sat, 12 Sep 2026 06:00:29 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=622428 WESTENDORF – Wer den Friedhof in St. Georg in Westendorf besucht, stößt auf ein Grab, das aus der Reihe tanzt – im positivsten Sinne. Wo früher dunkle Erde und steife Koniferen das Bild prägten, summt und krabbelt es heute.

Zu verdanken ist das Judith Bornemann-Freund. Sie zeigt, wie aus einem Vermächtnis ein lebendiges Projekt für den Schöpfungsschutz werden kann, das sogar mit der renommierten „Laudato si’“-Plakette ausgezeichnet wurde.

Als ein kinderloses Ehepaar sein Vermögen der Pfarrei St. Georg vermachte, war dies mit einer klaren Auflage verbunden: Die Pfarrei solle das Grab pflegen und zu den Festtagen wie Weihnachten und Ostern eine Kerze entzünden. Die anfängliche Bepflanzung war – wie so oft – zwar zweckmäßig, aber wenig lebendig: Koniferen, eine Pflanzschale und der Zwang zu täglichem Gießen im Sommer.

Anstoß zum Umdenken

Für Judith Freund, die seit 2025 in der Kirchenverwaltung aktiv und zudem kirchliche Umweltbeauftragte der Pfarreiengemeinschaft Nordendorf-Westendorf ist, war das der Anstoß zum Umdenken: „Ich mache das gerne, aber ich möchte im Hochsommer nicht jeden Abend gießen müssen“, erinnert sie sich schmunzelnd. Aber das war es nicht allein. Ihr Vorschlag im achtköpfigen Gremium: ein Experiment zur bienenfreundlichen, naturnahen Grabbepflanzung. Die Idee stieß sofort auf Zuspruch, auch bei Pfarrer Norman D’Souza.

Leben statt steife Pracht

Ausgestattet mit einem kleinen Budget aus der Westendorfer Umweltkasse – erarbeitet durch nachhaltige Ladies-Flohmärkte – ging es an die Arbeit. Die alte Bepflanzung wurde komplett geräumt. Statt der üblichen, torfhaltigen schwarzen Graberde wertete Bornemann-Freund den Boden nachhaltig mit Humus und Kompost auf. „Viele Menschen greifen zur rein schwarzen Erde, weil sich das angeblich so gehört. Ich wollte zeigen, dass es auch anders geht, ohne dass es wild aussieht. Kurz nach dem Einarbeiten kamen schon die ersten großen Regenwürmer an die Oberfläche. Da spürte man sofort: Auf den Gräbern zieht Leben ein“, erklärt die kirchliche Umweltbeauftragte.

Heute, nach gut einem Jahr, zeigt sich der Erfolg des Projekts. Das Grab ist ein rund ums Jahr blühender, biodiverser Lebensraum. Im Frühjahr startete die Pracht mit Wildtulpen und Krokussen, gefolgt unter anderem von Blütensalbei, Bergminze und Färberkamille. Ein hoher Mannstreu leuchtet bläulich und zieht Heerscharen von Insekten an, während die Fette Henne im Herbst übernimmt und die Christrose im Winter weiße Akzente setzt.

Das Konzept der ausdauernden Stauden geht auf: Die Bepflanzung ist extrem ressourcenschonend. „Selbst in der jüngsten Hitzeperiode habe ich das Grab in drei Wochen nur zweimal gegossen. Es trägt sich wunderbar selbst“, freut sich Freund. Damit die Friedhofsbesucher den tieferen Sinn verstehen, klärt ein kleines Schild am Grab über das Projekt auf. Es setzt genau das um, was Papst Franziskus in seiner Umwelt-Enzyklika „Laudato si’“ forderte: einen ganzheitlichen Schutz unserer gemeinsamen Heimat.

Für Judith Freund gilt: „Auf herkömmlichen Gräbern finden Insekten oft kaum etwas. Hier haben sie nun eine Heimat. Es ist ein schöner Gedanke, echtes Leben auf dem Grab zu haben.“

Ein Signal für die Zukunft

Das Westendorfer Modell zeigt, wie zeitgemäße Glaubwürdigkeit praktisch gelebt werden kann. „Die Kirche hat meines Erachtens ein Riesenpotenzial, mit den Themen Umweltschöpfung und Klima an Glaubwürdigkeit zu gewinnen“, betont Bornemann-Freund. „Wir tun diese Dinge schließlich nicht nur für uns, sondern vor allem für die nachfolgenden Generationen.“ Das summende Grab von St. Georg ist dafür das beste Beispiel: Ein Ort des Gedenkens, der gleichzeitig Zukunft für die zu schützende Artenvielfalt schenkt. 

„Verantwortliche in Kirche und Kommune sollten Friedhöfe verstärkt als Refugien für Artenvielfalt ansehen und aktiv umgestalten, denn das sind sie – wie man an dem Grab hier sehen kann“, betont Judith Freund. Sie ist davon überzeugt, dass viele Nischen und Bepflanzungen, die auch im ländlichen Raum in Neubaugebieten oft kaum oder gar nicht mehr vorhanden sind, auf dem Friedhof zahlreichen Insekten, Igeln und Vögeln Nahrung bieten könnten.

Marion Buk-Kluger

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Gahr-Stiftung ermöglicht Kindern Teilhabe an der Gesellschaft https://www.katholische-sonntagszeitung.de/gahr-stiftung-ermoeglicht-kindern-teilhabe-an-der-gesellschaft-622437/ Sat, 12 Sep 2026 06:00:29 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=622437 ILLERTISSEN – Die Johann-und-Rita-Gahr-Stiftung unterstützt in Illertissen über Pfarrer Andreas Specker und das Pfarrbüro
St. Martin bedürftige Grundschul- und Übertrittskinder beim Kauf ihrer Schultaschen. 

Das Stifterehepaar aus Illertissen legte in seinem Vermächtnis ausdrücklich fest, dass alle benachteiligten Kinder unterstützt werden sollen, unabhängig von ihrer Herkunft und Religionszugehörigkeit.

Notwendig sind lediglich das Vorlegen des Nachweises der Bedürftigkeit und eine unterschriebene Datenschutzerklärung. Die der Kirchenstiftung St. Martin in Illertissen zugeordnete Johann-und-Rita-Gahr-Stiftung will benachteiligten Kindern helfen, dass sie im Alltag mithalten können. Dazu zählt, dass sie sich einen ergonomisch passenden Schulranzen aussuchen dürfen, Mäppchen und Schreibutensilien inbegriffen. 

Gutschein-System

Die Finanzierung durch die Stiftung erfolgt über ein Gutschein-
System in Kooperation mit einem Illertisser Fachgeschäft. Bargeld fließt nicht, um Missbrauch vorzubeugen. Ähnlich läuft es beim Finanzieren von Schwimmkursen, für die in manchen Familien das Geld nicht reicht. Unterstützung gibt es zudem bei Einzelmaßnahmen, etwa für eine Reittherapie, durch die Jugendliche Selbstvertrauen gewinnen oder Traumata verarbeiten können. Pfarrer Specker erinnert sich, dass dadurch ein Kind wieder seine Sprache fand. 

Einer jungen Frau wurde der große Wunsch erfüllt, den Busführerschein zu machen. Für ein Kommunionkind wurde das Gasthaus bezahlt, damit es wie die Gleichaltrigen mit Familie und Freunden feiern konnte. Einem Jungen wurde der ersehnte Schlagzeugunterricht finanziert, und einigen Kindern wird derzeit die Mittagsbetreuung ermöglicht. 

Gutscheine für 45 Schulranzen und 25 Schwimmkurse seien heuer vergeben worden, erklärt Pfarrer Specker. Es werde aber auch um Unterstützung beim Kauf von Kleidung oder Möbeln angefragt. Dabei handle es sich oft nur um kleine Beträge. Doch manche Menschen könnten sich außertourliche Anschaffungen oft einfach nicht leisten. 

Damit für den notwendigen Aufwand nicht das Stiftungsvermögen angetastet wird, helfen Ulrike Wiest aus dem Pfarrbüro sowie die Verwaltungsleiterin der Pfarreiengemeinschaft, Johanna Roth. Insbesondere war das Geschick von Reinhard Möst – in der Kirchenverwaltung für Finanzen zuständig – gefordert, um das zugrundeliegende Vermögen von Johann und Rita Gahr deren Wunsch entsprechend als nicht selbstständige Stiftung der Kirchenstiftung St. Martin anzugliedern. 

Er habe Rita Gahr, deren Mann bald nach dem Einzug in Illertissen starb, noch vor ihrem Tod kennengelernt, sagt Specker. Dabei erfuhr er von ihrem Anliegen, das mit ihrem Mann, einem Bankkaufmann, angesparte Vermögen bedürftigen Kindern und Jugendlichen zugutekommen zu lassen. 

Da das Paar kinderlos war, wollte es mit seinem Geld benachteilige junge Menschen unterstützen. Die Gahr-Stiftung ermöglicht Kindern und Jugendlichen die Teilhabe am Gesellschaftsleben. Der Pfarrei sei die Gahr-Stiftung einfach zugefallen, sagt Specker: „Es ist schön, dass wir helfen können und dem Erfolg oder der Freude darüber zuschauen dürfen.“

Regina Langhans

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Schwestern im Kloster Maria Stern feierten vor 65 und 70 Jahren Profess https://www.katholische-sonntagszeitung.de/schwestern-im-kloster-maria-stern-feierten-vor-65-und-70-jahren-profess-622257/ Sat, 05 Sep 2026 06:00:40 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=622257 AUGSBURG – Zehn Monate lang war die Klosterkirche der Franziskanerinnen von Maria Stern in Augsburg wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Beim ersten Gottesdienst nach der Wiedereröffnung (siehe Seite 20), den Monsignore Alois Zeller zelebrierte, feierten sieben Schwestern ihr Professjubiläum. Sie sind vor 70 und 65 Jahren in den Orden eingetreten.

Monsignore Zeller dankte den Ordensfrauen für ihre Treue und nannte sie „geistliche Töchter des heiligen Franziskus“. In der Predigt griff er einen Gedanken des Bildhauers Auguste Rodin auf, der einmal sagte: „Erfülle deine Aufgabe mit Leidenschaft, sie ist der Sinn deines Lebens.“ Am Beispiel des Heiligen erklärte Zeller, es könne schwierig sein, seine Aufgabe zu finden. 

Franziskus habe sich entscheiden müssen, ob er einsam in Kontemplation leben oder den Auftrag annehmen sollte, das Evangelium zu verkünden. Vom Priester Silvestro und der heiligen Klara sei er bestärkt worden, dass Gott ihn nicht nur zu seinem eigenen Heil berufen habe, sondern auch dazu, zum Predigen auszuziehen und die Frohe Botschaft zu verkünden.

„So haben auch Sie Ihre Aufgabe gesehen: Neben Gebet und Andacht war Ihr Platz in den Jahrzehnten an vielen Stellen, aber immer im Dienst der Verkündigung“, sagte Zeller an die Jubilarinnen gerichtet. Auch das Ordensgewand sei dabei eine Botschaft gewesen. „Es ist nicht immer leicht, als Schwester zu leben und zu wirken, aber es war der Sinn Ihres Lebens und das hat Ihnen Kraft gegeben.“ 

Konvent und Kindergarten

Seit 70 Jahren im Orden sind Schwester Othildis Heinle und Schwester Helene Hnida. Schwester Othildis war Kindergärtnerin, Kindergartenleiterin und Oberin im Konvent. Schwester Helene wirkte als Kindergärtnerin und Leiterin der Kindergärten in Ottobeuren und Nördlingen.

Sechs Schwestern feierten ihre 65-jährige Profess. Schwester Sigrid Ritzer war als Erzieherin, Sozialpä­dagogin und stellvertretende Schulleiterin der Fachakademie für Sozialpädagogik Nördlingen tätig. Ihr Hobby war der Krippenbau. Schwester Fatima Döring unterrichtete Kunst­erziehung, Textverarbeitung und Religion in Immenstadt. Seit 2002 gehört sie der Generalleitung an. Schwester Johannita Sell war als Missionarin in Brasilien und an der Ausbildung der jungen Schwestern beteiligt. 

Schwester Carissima Wittich leistete an verschiedenen Orten Büro- und Verwaltungsarbeiten. Jetzt hat sie im Mutterhaus den Pfortendienst übernommen. Schwester Arnulfa Frey gab ihr Wissen als Hauswirtschaftsmeisterin weiter, war Köchin in Rothenbuch im Spessart und in Bergheim.

Aus gesundheitlichen Gründen konnten zwei Schwestern nicht anwesend sein. Schwester Heliodora Moosburger, 1956 in den Orden eingetreten, hat eine Ausbildung zur Lehrerin für Handarbeit und Hauswirtschaft gemacht und war als Heilpädagogin tätig und an der Fachakademie für Hauswirtschaft in St. Elisabeth stellvertretende Schulleiterin. Seit 2001 wirkte sie in der Hospizarbeit. 

Auf 65 Jahre Ordensleben blickt auch Schwester Theophila Kilgenstein zurück. Sie hatte die Klosterbibliothek organisiert und sortiert. Als Gymnasiallehrerin unterrichtete sie Latein und Englisch. Sie war Oberin des Konvents in Göggingen und ab 2002 für zwei Amtszeiten General­oberin.

Roswitha Mitulla

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„Chorios“ erntete vom Publikum großen Applaus https://www.katholische-sonntagszeitung.de/chorios-erntete-vom-publikum-grossen-applaus-622203/ Sat, 05 Sep 2026 06:00:18 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=622203 LAUINGEN – Beim Festival Lauinger Münster-Konzerte präsentierte sich ein Laienchor, den der ortsansässige Organist und Kirchenmusiker Michael Finck 2004 gegründet hat. Das Ensemble hat rund 35 Mitglieder im Alter zwischen 15 und 45 Jahren. 

Den Stil dieses Klangkörpers charakterisiert schon der Name: „Chorios“. Stadtpfarrer Raffaele De Blasi beschrieb in seiner Begrüßung die Bedeutung des Wortes „kurios“: „Chorios“ beschäftige sich auf charmante, merkwürdig Weise mit Musik. Zugleich trage der Chor Sorge (lateinisch Cura) dafür, dass die Musik gut klinge.

Im Konzertprogramm standen Werke des 16. Jahrhunderts modernen Kompositionen gegenüber. Ein sphärischer Einstieg in das Programm war „Mother of God here I stand“ von John Tavener (1944 bis 2013). Dazu marschierten die Sänger durch das Kirchenschiff in den Chorraum. Wie ein eleganter, langsamer Walzer klang das Stück „Unserer lieben Frauen Traum“ von Max Reger (1873 bis 1916). Hier arbeitete der Chor die Crescendi und Decrescendi fein heraus. 

Mariens Dankgebet

Jauchzend begann der Vortrag des Magnificat, also des Dankgebets Mariens, aus dem Lukasevangelium in der Vertonung von Eriks Esenvalds (*1977). Zunächst trat eine Frauenstimme mit gesummter Begleitung in Erscheinung, dann folgten Frage-Antwort-Spiele zwischen der Solo-Stimme und dem Chor.

Das Werk „Es führt über den Main“ von Stefan Claas (1968 bis 2021) ist ein Volkslied aus Frankfurt am Main. Der Text handelt von einer steinernen Brücke über den Main: Wer darüber geht, wird verzaubert und muss tanzen. 

Das Stück „Von 55 Engeln behütet“ von Wolfram Buchenberg (*1962) in althochdeutscher Sprache ist ein Reisesegen aus dem 13. Jahrhundert, der im Kloster Weingarten archiviert ist. Hier wechselten sich sphärische Passagen mit vielen Tontrauben und strahlenden Sequenzen ab. 

„O Magnum Mysterium“ ist ein Responsorium aus der Weihnachtsmatutin. Chorios präsentierte zwei Vertonungen: Tomás Luis de Victoria (1548 bis 1611) gestaltete es als würdevollen Prozessionsmarsch. Simon Wawer (*1979) machte daraus einen wiegenden Walzer für das Jesuskind. 

Hugo Distler (1908 bis 1942) schrieb ein Chor-Arrangement des Kirchenlieds „Lobe den Herren“. Dieses wurde in Lauingen nicht schnell gesungen, wie es die Tempo-Bezeichnung des Komponisten vorschreibt. Dadurch waren die Echoeffekte zwischen Frauen- und Männerstimmen sowie die Verzierung des Textes mit Legati besser zu hören. Nach der zuletzt gesungenen Motette „Peace I leave with you“ von Knut Nystedt (1915 bis 2014) erntete „Chorios“ für seine Darbietungen verdientermaßen großen Applaus.

Martin Gah

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Seelengrübchen-Hof bietet Reittherapie – Kooperation mit den Maltesern https://www.katholische-sonntagszeitung.de/seelengruebchen-hof-bietet-reittherapie-kooperation-mit-den-maltesern-622212/ Sat, 05 Sep 2026 06:00:17 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=622212 GLÖTT – Idyllisch gelegen am Ortsrand von Glött (Kreis Dillingen) liegt der Pferdetherapiehof Seelengrübchen. „Die abgeschiedene Lage ist für meine Klienten gut“, sagt die Leiterin Christine Strasser-Harr. Der Name des Hofs stammt aus einem Zitat der Trauerforscherin Ruth-Mareike Smeding: „Man trauert um Menschen, die einem ein Grübchen in die Seele gedrückt haben.“ 

Zu den Klienten des Therapiehofs mit dem Motto „Wind in der Mähne“ gehören trauernde Kinder. Aber auch Menschen mit physischen oder psychischen Einschränkungen oder pädagogischem Förderbedarf nehmen die pferdgestützte Pädagogik in Anspruch. 

Stall ausmisten

Für die Klienten werden Lernziele vereinbart. Wie zum Beispiel bei vier Jungen, die sich immer nur prügelten. Sie mussten lernen, Probleme sachlich zu lösen. Die pädagogischen Ziele werden nicht nur beim Reiten vermittelt, sondern auch schon beim Koppel ausmisten, beim Stall saubermachen oder beim Pferde putzen. 

Bei trauernden Kindern gibt es keine Lernziele. Hier steht die Begleitung im Vordergrund. Bevor Christine Strasser-Harr mit ihnen aufs Pferd steigt, gibt es einen trauerbegleitenden Teil. Bei einer 18-jährigen zum Beispiel waren dies Gespräche über ihre Probleme während der Trauerphase mit dem eigenen Pferd. 

Bei kleineren Kindern von acht bis zehn Jahren wird gebastelt oder anhand von Bilderbüchern über die Trauer gesprochen. Danach geben die Kinder den Pferden Kraftfutter und sprechen über die Frage: „Was gibt mir Kraft?“

Christine Strasser-Harr hat ihre Ausbildung zur Fachkraft für pferdegestützte Pädagogik beim deutschen Kuratorium für therapeutisches Reiten absolviert, die einzige zertifizierte Fachausbildung in Deutschland in diesem Bereich. Das ist ihr sehr wichtig, denn „jeder darf sich Reittherapeut nennen, aber ich möchte, dass meine Klienten einen Menschen vor sich haben, der weiß, was er tut“, sagt sie.

Christine Strasser-Harr ist Bürokauffrau, Reitlehrerin, Seelsorgerin der evangelischen Landeskirche und Palliativpflegefachkraft. Sie wollte sich ehrenamtlich im Kinder-Hospizbereich engagieren und machte eine Schulung zur Kinder- und Jugendhospizbegleiterin. Anschließend bot sie dem Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser in Günzburg an, die Pferdetherapie mit Trauerarbeit zu verbinden.

Verlust und Trauer

Zu ihren Klienten gehörten die Töchter von Carina Koch. Sie waren vier und neun Jahre alt, als ihr Vater starb. „Die beiden waren dort sehr gerne, weil Christine mit ihnen über den Verlust des Vaters auf eine spielerische Art und Weise gesprochen hat. Sie haben verschiedene Übungen gemacht und gelernt, dass man traurig sein darf und dass alles zum Leben dazu gehört“, erzählt Carina Koch. 

Die Therapiepferde auf dem Hof werden sieben Jahre lang geschult. Sie lernen etwa, stehen zu bleiben, wenn sie geputzt werden, und sie müssen besonders resilient bei Stress sein.

Martin Gah

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Weihbischof Josef Grünwald blickt auf viele bewegte Jahrzehnte zurück https://www.katholische-sonntagszeitung.de/weihbischof-josef-gruenwald-blickt-auf-viele-bewegte-jahrzehnte-zurueck-621459/ Sat, 22 Aug 2026 05:00:34 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=621459 AUGSBURG – Weihbischof Josef Grünwald feiert am 22. August seinen 90. Geburtstag – im kleinen, privaten Kreis, denn erst vergangenes Jahr hat er mit einem großen Fest das 30. Jubiläum seiner Bischofsweihe begangen. Im Interview mit der Katholischen SonntagsZeitung blickt er auf bewegte Lebensjahrzehnte zurück:

Herr Weihbischof Grünwald, Sie sind ein alteingesessener Augsburger, wurden am 22. August 1936 in der Stadt geboren und im Dom getauft und gefirmt. Welche Erinnerungen haben Sie an Ihr Elternhaus und an Ihre Kindheit in Augsburg?

Ich bin ganz in der Nähe meiner jetzigen Wohnung geboren, in der Peutingerstraße 7. Und acht Tage darauf, am 29. August, bin ich im Dom getauft worden. Ich bin in den Kindergarten in St. Elisabeth gegangen. Es war ein großer Kindergarten, den gibt es aber nicht mehr. 1942 bin ich in die Volksschule gekommen, in die Domschule. Die gibt es auch nicht mehr. Sie war im Mittleren Pfaffengässchen. Nur die Umrisse der Turnhalle kann man noch sehen.

Wie haben Sie die Bombenangriffe am 25. und 26. Februar 1944 auf Augsburg erlebt?

Der große Angriff kam im Februar 1944. Wir waren im Haus in der Peutingerstraße und sind in den Bunker gegangen, der sich vor dem Dom befunden hat. Weil unsere Wohnung ein Steingewölbe hatte, konnten wir den Großteil unseres Hausrats retten. Am Nachmittag sind wir von Augsburg weg. Von Februar 1944 bis Juli 1945 waren wir in den Stauden, in Münster bei Mickhausen. Das war die Heimat meiner Mutter, dort haben wir gewohnt und meine Großmutter war noch dabei. Der Vater ist in Augsburg geblieben und kam gelegentlich übers Wochenende, denn er arbeitete in einer Autofirma. Am 8. April 1945 kam ich in Mickhausen zur Erstkommunion. Nach Kriegsende zogen wir zurück nach Augsburg in die Alte Gasse.

Wie haben Sie Ihre Schullaufbahn nach dem Krieg fortgesetzt?

Nach dem Krieg ging es ab Oktober wieder mit der Schule los. Wir waren während der Woche in verschiedenen Schulhäusern unterwegs. 1946 bin ich bei St. Stephan ins Gymnasium gegangen, war natürlich in der Zwischenzeit Ministrant geworden. 1954 habe ich in St. Stephan das Abitur gemacht. Damals gab es da eine philosophische Hochschule, dort konnte man vier Semester Philosophie studieren. Das habe ich gemacht und konnte so am Priesterseminar in Dillingen gleich in die Theologie einsteigen.

Wie ist in Ihnen der Wunsch aufgekommen, Priester zu werden? 

Der Wunsch, Priester zu werden, hat sich langsam entwickelt und ist langsam gereift. Prägend waren für mich vor allem meine Eltern und – durch meine Ministrantentätigkeit im Dom – der damalige Kaplan, der Domprediger und der Dompfarrer. Und natürlich auch Patres von St. Stephan, die meine Lehrer waren.

Sie haben in Dillingen Theologie studiert und waren Aushilfspriester in Welden, haben aber sonst immer in Augsburg gelebt. Was hat Sie so an die Bischofsstadt gebunden? 

Ich war nur ein Jahr auswärts in Welden, dann kam ich im Juni 1961 nach St. Max in Augsburg. Dort war ich drei Jahre, bis 1964. Dann hat mich der damalige Dompfarrer Josef Briechle, der mich ja gekannt hat, als Kaplan gewünscht. Das war ich dann von 1964 bis 1966. 

Ich habe mich nie um eine Stelle beworben. Doch 1966 ist im Ordinariat die Stelle eines Sekretärs im Generalvikariat freigeworden. Generalvikar Martin Achter, der zuvor in Dillingen Regens war, hat mich gefragt, ob ich die Stelle übernehmen kann. 

Gibt es einen Platz in der Stadt, an dem Sie sich besonders gern aufhalten, einen Lieblingsplatz?

Augsburg hat lauter schöne Plätze. Oben in der Hauptstadt, die Achse vom Dom zur Basilika St. Ulrich und Afra. In der Altstadt unten, da bin ich gerne spazierengegangen, so lange ich noch besser laufen konnte. Ich bin verwurzelt mit Augsburg, ich bin hier geboren, wie schon mein Vater.

In zahlreichen Ämtern der Kirche, darunter zwei Jahrzehnte als Bischofsvikar im sozial-karitativen Bereich, haben Sie viel Verantwortung übernommen. Zweimal waren Sie als Diözesanadministrator besonders gefordert: nach dem Abschied von Bischof Josef Dam-
mertz und während der Sedisvakanz nach dem Rücktritt von Bischof Walter Mixa. Haben Sie auch mal mit dem Gedanken gespielt, wie es wäre, selbst als Bischof die Diözese zu leiten?

Ich habe das Bistum von innen kennengelernt. Als Sekretär im Generalvikariat habe ich mit vielen Menschen und verschiedenen Problematiken Erfahrungen gemacht. Als ich Domkapitular geworden bin, für das Personal, für die Pfarrsekretärinnen zuständig war und zu Firmungen hinausgegangen bin, da habe ich die Diözese kennengelernt. Doch Bischof zu werden, nein, das war nicht mein Bestreben. Aber dann bin ich Weihbischof geworden. Dafür konnte ich nichts.

Sie blicken auf ein langes und erfülltes Leben zurück und sind ein erfahrener Seelsorger. Welchen Rat können Sie jüngeren Menschen mit auf den Lebensweg geben?

Man muss die Lebenszeit nützen, nicht bloß beruflich, sondern auch, damit man als Mensch ein Fundament zum Leben und fürs Leben hat – also die spirituelle Seite, der Glaube für uns Christen. Es ist wichtig, dass wir einen festen Glauben haben, auf dem wir unser Leben aufbauen, sei es beruflich, sei es in der Ehe oder, wenn man dazu berufen ist, im Priesterstand. Mir ist immer klarer geworden, wie schnell die Zeit vergeht. Ein lateinisches Diktum lautet: „Tempus fugit“, die Zeit vergeht wie im Flug. Deshalb ist es wichtig, dass man seine Lebenszeit einteilt. Dass man sie nicht verspielt oder vertrödelt, sondern dass man einen Plan hat: Das will ich erreichen, da strenge ich mich an, da versuche ich, mein Bestes zu geben. 

Mit 90 Jahren wirken Sie gesund und feiern noch Gottesdienste. Was ist Ihr Geheimnis, um so rüstig zu bleiben?

Alles ist Gnade. Ich kann nichts dafür, dass ich so alt geworden bin. Ich bin kein Sportler, habe aber immer solide gelebt. Ich habe auch schwere Krankheiten hinter mir. Vor über 20 Jahren hat es schon Spitz auf Knopf gestanden. 

Welche Ereignisse und Erlebnisse sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Die große Augsburger Bombennacht, das Ende des Zweiten Weltkriegs, meine Priesterweihe 1960, das Zweite Vatikanische Konzil, der Papstbesuch 1987 in Augsburg, bei dem ich für die Presse verantwortlich war, die Wiedervereinigung Deutschlands und meine Bischofsweihe 1995. 

Dann als Weihbischof die Begegnungen mit verschiedenen Päpsten, mit Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus. Papst Benedikt hat genau gesehen, wenn ein Augsburger irgendwo auftauchte, er hat einen Blick dafür gehabt. 

Oder Papst Franziskus: Bei der großen Audienz am Petersplatz habe ich ihm einmal eine Kerze mit dem Bild der Maria Knotenlöserin gegeben, und er hat genau gewusst, wo das Bild in Augsburg ist, obwohl er nie in der Stadt war. „Ah, St. Peter“, hat er gesagt. Das sind Erlebnisse, die einem Freude bereiten und Auftrieb geben. 

Aber es gab natürlich auch andere Dinge. Durch einen Unfall habe ich meine erste Haushälterin verloren und Gott sei Dank bald wieder eine bekommen, die ich schon kannte und die bei mir ist. Wir werden schauen, dass wir uns im Alter miteinander durchtragen.

Interview: Barbara Lang, Ulrich Schwab

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Publikum bedachte Konzert mit großem Beifall https://www.katholische-sonntagszeitung.de/publikum-bedachte-konzert-mit-grossem-beifall-621468/ Sat, 22 Aug 2026 05:00:24 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=621468 DILLINGEN – „Klangreisen Zwei“ – Mit diesem Titel ihres dritten gemeinsamen Albums überschrieben Robert Haas und Markus Kerber ihr Konzert in der gut besuchten Dillinger Basilika St. Peter. Die Musik lud zum Träumen und Meditieren ein.

Der Keyboarder Haas schreibt Musicals über religiöse Themen, neues geistliches Liedgut und Kinderlieder. Markus Kerber (Flöte und Saxophon) macht Volksmusik, Jazz und spielt in Musicalorchestern. In Dillingen waren Stücke aus drei gemeinsamen Alben der beiden zu hören.

Kerber wechselt oft zwischen Querflöte, Klarinette und Saxophon, zum Beispiel schon beim ersten Stück, bei dem er mit der Querflöte beginnt und mit dem Saxophon endet. Die Melodie hört sich wie Flügelschlagen an, dazwischen sind Triller oder lange Notenwerte, die wie ein Atemzug klingen. Das zweite Stück besteht aus Aufwärts- und Abwärtsdreiklängen der Flöte, mal mit Punktierungen, mal ohne. Vom Keyboard kommen abwechselnd Akkorde und gegenläufige Bewegungen. 

In Haas, Lied „Leben schenken – ein Segen sein“ geht es darum, was Menschen tun können, um einander zum Segen zu werden. Darauf folgt als Instrumentalstück ein beschwingter Walzer, mal mit Echoeffekten, mal mit Frage-Antwort-Spielen zwischen Saxophon und Keyboard. Kerber bereichert die Lieder durch Instrumentalsoli, zum Beispiel bei der zärtlichen Ballade „All das wünsch ich dir“, deren Text aus originell formulierten guten Wünschen besteht. Zur Textzeile „Fantasie wie Seifenblasen, die der Wind zum Himmel trägt“ passt das Saxophonsolo wie ein sanfter Windhauch. Zum Lied „Gott segne und behüte dich“ steuert Kerber ein jauchzendes Flötensolo bei. 

Indische Flöten

Ein Instrumentalstück spielt Kerber auf indischen Bambusflöten, den Bansuri. Er spielte sie auch schon beim Musical „Der König der Löwen“ in Hamburg. In Dillingen wechselt er zwischen drei Exemplaren in verschiedenen Stimmlagen. „Das Griffsystem ist anders als bei deutschen Flöten, aber das kriegt Markus schon hin“, erläutert Robert Haas. Das Stück hält, was der Titel „Verzaubert“ verspricht. Denn es hat tatsächlich etwas, das einen in eine andere Welt entrückt.

Den Titel „Als Engel begleitest du mich“ schrieb Haas vor drei Jahren, als seine Schwester starb. Im Text spürt ein Trauernder, dass ein Verstorbener jetzt bei Gott ist und mit auf ihn schaut. Veranstalterin Nadine Schmid von der Ehe- und Familienseelsorge sang einige Duette mit Haas. Außerdem steuerte sie Impulse zum Nachdenken bei. Das Konzert endete mit einem großen Applaus.

Martin Gah

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Gesamtbetrachtung erforderlich https://www.katholische-sonntagszeitung.de/gesamtbetrachtung-erforderlich-622074/ Fri, 21 Aug 2026 10:46:34 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=622074

Zu den Medienberichten über von der Diözese Augsburg getätigte Finanzinvestitionen zu Beginn der Zwanzigerjahre weist das Bistum darauf hin, dass die Betrachtung von Einzelinvestments ohne eine Bewertung des Gesamtportfolios kein seriöses Gesamtbild ergeben kann. Im Folgenden dokumentiert das Bistum das Statement, das zu diesem Thema an die Medien gegeben wurde.

„Das Bistum Augsburg geht mit den von den Kirchensteuerzahlern zur Verfügung gestellten Mitteln grundsätzlich äußerst sorgsam um. Zu dieser Leitlinie gehörte in den Zeiten der Niedrigzinsphase 2020/2021, in der einige Banken für Einlagen sogar Negativzinsen verlangt haben, auch, Wege zu suchen, Kapital durch solche Negativzinsen nicht abschmelzen zu lassen. In Abstimmung mit den zuständigen Gremien wurde die Erfordernis gesehen, neben den weit überwiegenden konservativen Anlagen in kleinem Umfang auch alternative Investments in Betracht zu ziehen, welche mit einer höheren Rendite-, aber eben dadurch selbstverständlich auch einer höheren Risikoerwartung einhergingen. Neben der Investition einer niedrigen siebenstelligen Summe in den Verius-Fonds wurden damals zwei weitere Sonderinvestments getätigt, die zum heutigen Stand positive Ergebnisse erbracht haben. Negative finanzielle Auswirkungen dieses Einzelinvestments sind daher in Relation zum Gesamtportfolio zu betrachten. Die Verluste aus der Verius-Investition sind bereits vollständig abgeschrieben. Eine einzige Anlage (damals ca. 1% des Anlagevolumens der Diözese) herauszugreifen, die nicht erfolgreich war, während der Gesamterfolg des Portfolios außer Acht bleibt, reißt nach Überzeugung des Bistums Augsburg Informationen aus ihrem Kontext.“

Quelle: Bistum Augsburg

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Mariä Himmelfahrt in Maria Vesperbild https://www.katholische-sonntagszeitung.de/mariae-himmelfahrt-in-maria-vesperbild-2-621849/ Mon, 17 Aug 2026 11:31:13 +0000 https://www.katholische-sonntagszeitung.de/?p=621849