Möglicherweise bald Mobilfunkeinrichtungen auf Englands Kirchen (Freitag, 22. Juni 2018 15:46:00) / Buntes / Katholische Sonntagszeitung

Ziel: Verbesserung für ländliche Gebiete

Möglicherweise bald Mobilfunkeinrichtungen auf Englands Kirchen

Die Kirche von England steht laut Medienberichten vor einer Einigung mit einem Mobilfunkunternehmen über die Installation von Sendevorrichtungen auf Kirchtürmen. Damit könnte speziell die Abdeckung in ländlichen Regionen verbessert werden, wie das Portal „TechRadar“ berichtet. Die Höhe der Kirchtürme und die Tatsache, dass zwei Drittel der Kirchen in ländlichen Gebieten mit geringer Mobilfunknetzstärke stehen, seien die entscheidenden Faktoren für eine Vereinbarung gewesen, die im vergangenen Jahr mit dem Ministerium für Kultur, Medien und Sport getroffen wurde, wie es hieß.

Demnach obliegt es den einzelnen Kirchen zu bestimmen, wie ihr Eigentum zum Wohl der örtlichen Kommune genutzt werden kann, und Verträge mit Mobilfunkanbietern zu schließen. Die Kirche von England erklärte, sie sei in Gesprächen mit Experten, um Pfarreien in diesem Prozess zu unterstützen, habe aber noch keine konkreten Vereinbarungen getroffen. Laut Medienberichten gibt es Gespräche mit einem Unternehmen, das bereits 50.000 Mobilfunkanlagen in ganz Großbritannien betreibe.

„Die Kirche von England verhandelt nicht zentral Verträge für die Installierung von Mobilfunkmasten aus“, sagte ein Sprecher der Anglikanischen Kirche laut „TechRadar“. Dies falle dem jeweiligen Pfarreirat zu, der im allgemeinen aus dem Pfarrer und Mitgliedern der Gemeinde bestehe.

Eine Arbeitsgruppe der Church of England sei derzeit beauftragt, Leitlinien zu formulieren für Pfarrgemeinden, Diözesen und Unternehmen, um einen verbesserten Mobilfunkzugang in Kirchen und ländlichen Regionen zu erleichtern.

Mobilfunkanbieter klagten zuletzt über die Schwierigkeiten, neue Anlagen zu installieren. Die Behörden vor Ort schienen mehr beschäftigt mit anderen öffentlichen Infrastruktur-Einrichtungen. Dabei hätten sie nicht den Langzeitwert im Blick, den eine verbesserte Mobilfunkanbindung bringen würde.

KNA

22.06.2018 - Ausland