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Väter-Verband:

Lambrecht tritt Kinderrechte mit Füßen

Der Verein "Väteraufbruch für Kinder" hat die geplante Reform des Abstammungsrechts kritisiert. "Kinder haben nach der UN-Kinderrechtskonvention das Recht, mit beiden leiblichen Eltern – also Mutter und Vater – aufzuwachsen und von diesen erzogen zu werden", erläuterte Markus Witt, Mitglied im Bundesvorstand des Vereins. "Genau dies schließen die Überlegungen aus dem Justizministerium aber aus – Väter werden hier völlig ausgeschlossen und schwule Paare offen diskriminiert." Lambrecht verstoße damit "elementar gegen Kinderrechte".

Lambrecht hatte am Mittwoch ihre Reformvorschläge zum Abstammungsrecht konkretisiert. Danach will sie eine "Mit-Mutterschaft" für lesbische Paare einführen. Damit kann dann neben der Geburtsmutter eine weitere Frau ohne Adoptionsverfahren Mutter sein. Die erste Elternstelle soll nach ihren Angaben aber weiterhin der leiblichen Mutter, die das Kind geboren hat, vorbehalten bleiben. Deshalb bleibe für männliche Paare nur der Weg über eine Adoption.

Ärger mit den Vereinten Nationen sei damit vorprogrammiert, sagte Witt weiter. Auch die weiteren Reformvorschläge im Familienrecht blieben weit hinter den Erwartungen und Erfordernissen zurück. Es scheine kaum vorstellbar, dass ein solcher Gesetzesentwurf im Jahr 2020 in Deutschland überhaupt möglich sein könnte. Kindern solle hier ein wesentlicher Teil ihrer Identität – ihr zweiter Elternteil – per Gesetz genommen werden. "Dies ist unhaltbar", kritisierte Witt.

KNA

07.08.2020 - Familie , Kinder , Politik