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Hilfe für kranke Kinder

Jedes Jahr betreut der Bunte Kreis weit über 2000 Familien mit chronisch, krebs- und schwerkranken Kindern in der Region. Erfahrene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beraten, trösten und leiten die Eltern bei der Versorgung ihrer schwerkranken Kinder an. Dieses Jahr war auch für den Bunten Kreis ein besonderes Jahr, erklärt Astrid Grotz vom Vorstand der Stiftung Bunter Kreis im Interview.

Frau Grotz, was bedeutet die Pandemie für den Bunten Kreis?

Die Corona-Pandemie stellt uns vor große Herausforderungen. Einen Teil unserer Angebote haben wir konzeptionell überarbeitet, damit wir auch in dieser Zeit in engem Kontakt mit unseren Familien bleiben können. Schon vor Corona waren sie mit ihren Sorgen und Nöten oft überfordert. Und nun sind sie durch die Pandemie auch noch isoliert. Um die kranken Kinder keinen zusätzlichen Gefahren auszusetzen, haben sich die Familien fast vollständig abgeschottet. Selbst die Geschwister meiden jegliche Begegnungen außerhalb der eigenen Familie. Seither sind unsere Nachsorgeschwestern manchmal die einzigen Außenkontakte, die Nähe und Wärme und vor allem hochprofessionelle Unterstützung nach Hause bringen. Auf der anderen Seite erleben wir gerade einen deutlichen Spendeneinbruch, denn die aktuelle Verunsicherung wirkt sich auch spürbar auf unsere Spender aus.

Wie hilft der Bunte Kreis konkret?

Jeden Tag wird in der Region Schwaben ein Kind geboren, das besondere Unterstützung braucht, weil es viel zu früh zur Welt kommt, eine Behinderung hat oder unter einer schweren Krankheit leidet. Für die Familien ist das eine Ausnahmesituation mit Ängsten und Sorgen, aber auch ganz vielen Fragen. Wie der Bunte Kreis diesen Familien hilft, möchte ich Ihnen am Beispiel der kleinen Lea zeigen. Sie war zwei Tage alt, als ihr Leben am seidenen Faden hing. Der Grund: eine angeborene Stoffwechselstörung, die unbehandelt tödlich endet. Für die Eltern eine Katastrophe. Doch Lea hatte Glück: Nach zwei Monaten erhielt sie eine Spenderleber. Aber nach der Entlassung aus der Klinik warteten zuhause viele Herausforderungen auf die junge Familie. Bei Leas Venenzugang musste der Verband wöchentlich gewechselt werden. Sie hatte Angst, hat oft geschrien dabei. Die Mutter litt sehr darunter. Nachsorgeschwester Melanie unterstützte die Familie mit viel Ruhe, Erfahrung und Trost. Der Bunte Kreis vernetzte die Eltern auch mit Physiotherapeuten und Logopäden, half beim Antrag auf die Pflegestufe und bei Behördengängen. Im Frühjahr konnte der Venenzugang dann entfernt werden. Lea ist heute ein fröhliches Kind und macht gute Fortschritte.

Wie finanziert der Bunte Kreis diese umfassende Unterstützung?

Einen Teil unserer Leistungen übernehmen die Krankenkassen. Etwa die Hälfte unseres Angebots aber finanziert sich über Spenden. Gerade jetzt ist deshalb jede Spende wichtig. Nur so können wir auch weiterhin – trotz Corona – zuverlässig an der Seite unserer Familien stehen und dazu beitragen, dass den Familien mit schwerkranken Kindern das Leben bestmöglich gelingt.

Interview: Sabine Böß

Information: www.bunter-kreis.de

01.12.2021 - Anzeigen , Hilfswerke