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Keine erneute Kandidatur:

Sternberg hört als Präsident des Katholikenkomitees auf

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) muss sich einen neuen Präsidenten suchen. Der amtierende Präsident Thomas Sternberg (69) kündigte am Freitag vor der Frühjahrsvollversammlung des ZdK an, er werde im November nicht erneut für dieses Amt kandidieren.

"Als Sie mich 2015 zum Präsidenten des ZdK wählten, hatte ich angekündigt, für die restliche Periode meines Vorgängers Alois Glück und eine weitere zur Verfügung zu stehen. Dann stehe ich vor meinem 70. Geburtstag", sagte Sternberg. "Trotz der vielen Prozesse, die vor sechs Jahren nicht absehbar waren, hat sich nichts an meiner damaligen Entscheidung geändert."

Sternberg steht der Laienvertretung der Katholiken seit November 2015 vor. In dieser Rolle ist er maßgeblich beteiligt an der Initiierung und Gestaltung des Gesprächsprozesses Synodaler Weg in der katholischen Kirche Deutschlands, der am 1. Dezember 2019 gestartet wurde.

Von 2005 bis 2017 war Sternberg CDU-Landtagsabgeordneter in NRW und von 1988 bis 2016 Direktor der Katholischen Akademie Franz-Hitze-Haus in Münster. Seit 2001 ist er Honorarprofessor für Kunst und Liturgie an der Uni Münster. Zudem hat er zahlreiche Ehrenämter: So gehört er dem Kuratorium der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen, dem Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft und dem WDR-Rundfunkrat an.

Der aus der heutigen Lennestadt stammende Sauerländer wurde 1952 geboren. Er machte eine Bäcker-Lehre im elterlichen Betrieb und studierte später Germanistik, Kunstgeschichte und Theologie in Münster, Rom und Bonn. Sternberg trat 1974 in die CDU ein und gehörte von 1999 bis 2004 dem Stadtrat in Münster an, bevor er Landtagsabgeordneter in Düsseldorf wurde. Sternberg ist verwitwet und hat fünf Kinder.

KNA

23.04.2021 - Deutschland , Gremien , Kirchen